Jazzkonzert: Kropinski und Köhnlein
Datum: 20.11.26
Zeit: 20:00 bis 21:30 Uhr
Kropinski und Köhnlein spielen eigene Kompositionen. Jede dieser Kompositionen mit großen improvisatorischen Freiräumen ist eine Art Charakterstück, eine eigene Welt im weiten Kosmos der Musik, fernab von gängigen Klischees, experimentell und doch genießbar, eigenwillig und doch schön.
Bert Noglik, der große Jazz-Publizist und frühere künstlerische Leiter des Jazzfestes Berlin, beschreibt die Musik des Duos so:
Gitarre und Piano – wenn man das liest, fragt man sich, wie mag das klingen. Wenn man das dann hört, spürt man: Hier spielen zwei Musiker, die einander und uns unglaublich viel zu erzählen zu haben. Und das, obwohl sie sich nun schon rund drei Jahrzehnte kennen. Oder vielleicht gerade deshalb. Hier begegnet uns gereifte Musikalität und frische Spielfreude auf der Grundlage einer ausgefeilten Technik, die beide nicht mehr zu demonstrieren brauchen, sondern in den oft spontan ausgestalteten Dialogen ganz in den Dienst der musikalischen Mitteilung stellen.
Im Konzert stellen Kropinski und Köhnlein überwiegend Stücke ihrer inzwischen fünf CDs vor. Hier einige Reaktionen der Presse auf die damals vierte Produktion “Scratching the Silence” (2015):
Dieter Köhnlein und Uwe Kropinski verbindet eine lange Musiker-Freundschaft: Die beiden lernten sich 1987 kennen, haben seitdem mehrere CDs zusammen aufgenommen und etliche Konzerte gegeben. Nun haben sie sich wieder ins Studio begeben und herausgekommen ist ihr neues Werk “Scratching the Silence”. Ganz unüblich für Jazz-CDs, ist das erste Stück, wahrlich ein Ohrwurm, der mit seiner lässig-beschwingten Art vollkommen überzeugt. Die weiteren 12 Stücke changieren in kraftvoll-treibendem Up-Tempo, melancholischer Träumerei und überraschen mit ungeahnten Wendungen. (Katharina Uziel, Doppelpunkt)
“Scratching The Silence” ist eine musikalische Perle, ein kleines großes Meisterwerk, ein absoluter Hochgenuss – verspielt und ernsthaft, leichtfüßig und tiefgründig, voller Ideen und spielerisch hervorragend. Ein dynamisches Album, dessen leise Töne die Seele berühren und dessen Tiefgründigkeit das Herz erfreut. (Michael Scheiner, JazzZeitung)
Und zur letzten gemeinsamen Produktion “Instant Stories” (2022) mit ausschließlich freien Improvisationen meinte Jürgen Schwab im Hessischen Rundfunk:
Da sind zwei Virtuosen am Werk, die sich und uns viel zu erzählen haben… Ein faszinierendes kammermusikalisches Meisterstück!