Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses Bayreuth

Markgräfliches Opernhaus (Bayreuth, Fichtelgebirge)

Klangvolle Wiedereröffnung eines Meisterwerks

Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth zählt zu den bedeutendsten Kulturschätzen in Franken: Zu recht hat dieses einzigartiges Monument der barocken Fest- und Musikkultur den Status eines UNESCO-Welterbes. Bauherrin dieses Barocktheaters war die Bayreuther Markgräfin Wilhelmine, deren Erbe Bayreuth bis heute prägt. „aufTAKT“ lautet das Motto in Bayreuth, wenn am 12. April 2018 die Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses gefeiert wird. In den vergangenen Jahren war es aufgrund umfassender Renovierungs- und Sanierungsarbeiten nicht der Öffentlichkeit zugänglich: Ziel war es, das Opernhaus so weit wie möglich wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Informationen und Termine zu den Feierlichkeiten rund um die Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses Bayreuth

Die Hohenzollern in Franken

Burg Cadolzburg (Cadolzburg, Romantisches Franken)

Markgräfin Wilhelmine und ihr Opernhaus sind hervorragende Beispiele für die faszinierenden Persönlichkeiten und Kulturschätze, die das Erbe einer besonderen Dynastie in Franken ausmachen: den Hohenzollern.

Über Jahrhunderte herrschte dieses Geschlecht in Franken – zunächst als Burggrafen von Nürnberg, später als Markgrafen über die Fürstentümer Brandenburg-Ansbach sowie Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth. Ihre Familie war es aber auch, die zunächst zu den Kurfürsten von Brandenburg aufstieg und später sowohl den preußischen Königs- als auch den deutschen Kaiserthron innehatte.

Die Markgrafen Albrecht Achilles oder Georg der Fromme, Friedrich der Große oder Kaiser Wilhelm II: Sie alle stammen dem Haus Hohenzollern. In Franken zeugen Bauwerke wie die Cadolzburg, in der auch das Museum „HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg“ beheimatet ist, das Münster Heilsbronn, die Kulmbacher Plassenburg, die Residenz in Ansbach, die Hugenottenstadt Erlangen und viele mehr von ihrer Herrschaft. 

Mehr darüber erfährt man in der Broschüre „Die Hohenzollern in Franken“, die Anfang 2018 erscheint, sowie auf der Webseite www.hohenzollern-orte.de.

Bamberg feiert 25 Jahre Welterbe

Bamberger Bergstadt (Bamberg, Steigerwald)

Das Markgräfliche Opernhaus ist eine von insgesamt vier fränkischen UNESCO-Welterbestätten: Auch die Residenz in Würzburg, der Obergermanisch-Raetischen Limes und die Bamberger Altstadt erhielten dieses Prädikat.

In Bamberg ist dies 2018 genau 25 Jahre her – und das wird natürlich gefeiert. Das Besondere ist nämlich, dass das UNESCO-Welterbe hier nicht nur ein einzelnes Gebäude umfasst, sondern die gesamte Altstadt mit rund 2.400 denkmalgeschützten Häusern.

Der Grund liegt in der Modellhaftigkeit der Stadt: Sie zeigt bestens, wie sich eine europäische Stadt aus einer mittelalterlichen Grundstruktur heraus entwickelt hat. Ein Stadtspaziergang in Bamberg ist damit immer auch eine Zeitreise: Sie beginnt im 11. Jahrhundert und führt auf engstem Raum durch Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Neuzeit. Seinen Welterbe-Geburtstag feiert Bamberg unter anderem mit Jubiläumsführungen, bei Ausstellungen, mit einem Fest zum UNESCO-Welterbetag (Anfang Juni 2018) und einem neuen Welterbe-Besucherzentrum (Eröffnung Ende 2018).

Im Zeichen des Schmetterlings

Ausstellungsgelände der Landesgartenschau 2018 (Würzburg, Fränkisches Weinland)

Bei aller Geschichte ist in Franken immer Raum für neue Ideen: Bestens zeigt sich das vom 12. April bis 7. Oktober 2018 bei der Bayerischen Landesgartenschau in Würzburg, die sich als Symbol den Schmetterling gewählt hat – wie kein anderes Tier steht er für den Wandel.

Passend dazu beschäftigt sich die Landesgartenschau im Würzburger Stadtteil Hubland unter dem Motto „Wo die Ideen wachsen“ mit Fragen der Zukunft:

  • Wie wollen wir künftig leben?
  • Wie bringen wir Arbeiten und Erholung in Einklang?
  • Wie vereinbaren wir Natur und Expansion, Urbanisierung und Ökologie?

Wie sehr eine Stadt dem Wandel unterliegt, zeigt am besten das Hubland selbst. In seiner Geschichte war es bereits Richtstätte, Kartoffelacker, Startplatz von Flugpionieren und schließlich Stützpunkt der US Army. Bis zur Eröffnung wird aus der ehemaligen „Mall“ ein „Food Court“, der Tower wird zum Aussichtsturm und eine alte Tankstelle zum „American Diner“. Rund um das Gelände führt der „Belt Walk“: Unterwegs genießt man weite Ausblicke über Würzburg.

Immer im Wandel präsentiert sich auch das Veranstaltungsprogramm. Alle zwei Wochen wird ein anderer Schwerpunkt gesetzt. Damit wird die Landesgartenschau in Würzburg viel mehr sein als eine klassische Schau der Gartenkunst. Sie zeigt Möglichkeiten urbaner Lebensformen auf und lädt schon im Vorfeld dazu ein, sich an der Gestaltung der Zukunft zu beteiligen. 

Zur Übersicht der Veranstaltungstermine unter www.lgs2018-wuerzburg.de

Eine eigenständige Stadt erster Klasse

Rathausturm mit Skulptur (Fürth, Städteregion Nürnberg)

Vor 200 Jahren wurde es durch das Königreich Bayern zur „Stadt erster Klasse“ erhoben. Zum ersten Mal konnten damit die Fürther Bürger ihre Geschicke selbst bestimmen.

eigenStändig“ lautet deshalb auch das Motto des Fürther Jubiläumsjahres. Gefeiert wird rund um die Themenfelder „200 Jahre eigenLeistung“, „200 Jahre eigenGlanz“, „200 Jahren eigenDynamik“ und „200 Jahre eigenWohl“: Sie stellen die Bürger der Stadt mit ihren Leistungen, Verdiensten und ihrem Individualismus in den Vordergrund.

Einen Höhepunkt im Jubiläumsjahr stellt die Hauptveranstaltung „Einblick in Fürther Höfe – 200 Jahre an einem Wochenende“ (20. bis 22. Juli 2018) dar, bei der in 20 Themenhöfen Ausschnitte aus der Fürther Stadtgeschichte inszeniert werden – von „Die erste Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth“ über „Die Gründung der Spielvereinigung“ bis zur „Zeit der Gastarbeiter“. Gefeiert wird insgesamt bei über 100 Veranstaltungen wie „Schlemmen im Park“ (9. bis 13. Mai 2018), bei den „Tagen des Sports“ (7. bis 15. Juni 2018), bei Open-Air-Veranstaltungen oder mit der Kunstaktion „Airborne – kunst.fliegt“ (30. Juni bis 1. Juli 2018).

Alle Termine im Überblick unter www.200-jahre-stadt.de

Der Schrecken Europas

Fränkische Schweiz Museum (Tüchersfeld, Fränkische Schweiz)

2018 jährt sich zum 400. Mal der Beginn des Dreißigjährigen Krieges, dessen Feldzüge, Schlachten und Plünderungen das „Heilige Römische Reich“ verwüsteten – auch im heutigen Franken.

Ausstellungen, Führungen und Festspiele führen zurück in diese Jahrzehnte des Umbruchs. Die Fränkische Schweiz widmet dem „Dreißigjährigen Krieg“ dabei ein ganzes Themenjahr unter dem Motto „Auf den Spuren der Musketiere“. Zu den Veranstaltungen gehört die Ausstellung „Söldner, Schrecken, Seuchen. Franken und Böhmen im Dreißigjährigen Krieg“, die vom 24. März bis 23. September 2018 im „Fränkische Schweiz-Museum“ in Tüchersfeld zu sehen ist. Sie beleuchtet die massiven Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung. Das Krügemuseum in Creußen hingegen widmet seine Ausstellung dem Thema „Creußener Krüge – edles Kunsthandwerk in Kriegszeiten“ (28. April bis 28. Oktober 2018). Dazu kommen in der Fränkischen Schweiz geführte Wanderungen „Auf den Spuren des Söldners Peter Hagendorf“, die Familienführung „In den dunklen Gassen Forchheims“ oder ein „Kräuterspaziergang mit der Marketenderin“.

Veranstaltungen in der Fränkischen Schweiz unter www.auf-den-spuren-der-musketiere.de

Rothenburg ob der Tauber

Auch in Rothenburg ob der Tauber gehen Sonderführungen und Führungen der Frage nach, wie die Bevölkerung dieser ehemals freien Reichsstadt die Leiden des Dreißigjährigen Kriegs durchlebte. Besonders anschaulich gestaltet sich die Geschichte dabei beim Festspiel „Der Meistertrunk“: Es erzählt die Geschichte des Rothenburger Altbürgermeisters Nusch, der die Stadt vor den feindlichen Truppen rettete, indem er einen 3,25-Liter-Krug Wein in einem Zug leerte (18. bis 21. Mai, 8. September, 6. Oktober 2018).

Reichsstädtische Geschichte im Dreißigjährigen Krieg steht zudem bei der „Kinderzeche“ in Dinkelsbühl im Mittelpunkt. Dabei wird nachgespielt, wie Kinder die Stadt vor der Zerstörung bewahrten (13. bis 22. Juli 2018). Zurück in die Vergangenheit reist man außerdem im Nürnberger Land bei den Altdorfer Wallenstein-Festspielen (22. Juni bis zum 22. Juli 2018).

Fränkische Geburtstagskinder

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Jubiläumsjahr in Mörnsheim, Goldbach, Rothenbuch, Nordheim a.Main, Hüttenheim, Wiesentheid und Wipfeld

Grund zum Feiern haben gleich sieben fränkische Geburtstagskinder.

  • 1.100 Jahre alt wird Mörnsheim im Naturpark Altmühltal.
    Den Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildet dabei ein Festwochenende (3. bis 5. August 2018) mit Spielleuten, Gauklern, Handwerkern und Schauspiel.
    www.1100-jahre-moernsheim.de
  • Auf acht Jahrhunderte Geschichte blickt der Markt Goldbach im Spessart-Mainland zurück.
    Gefeiert wird auch hier das ganze Jahr über, darunter die „Goldbacher Waldsinfonie“ und die „Holz-ART“ (2. und 3. Juni 2018) sowie die Jubiläumswoche (9. bis 17. Juni 2018).
    www.goldbach800.de
  • Ebenfalls im Spessart-Mainland liegt Rothenbuch, das 2018 seinen 700. Geburtstag feiert – unter anderem beim Dorffest am 21. und 22. Juli 2018.
    www.rothenbuch.de

Gleich vier Jubiläen stehen im Fränkischen Weinland an: Jeweils 1.100 Jahre alt werden Nordheim a.Main, Wipfeld, Wiesentheid und Hüttenheim. In allen vier Orten spielt der Weinbau eine große Rolle und das zeigen auch die Jubiläumsveranstaltungen.

  • Nordheim a.Main zum Beispiel lädt am 21. April 2018 zu einer großen öffentlichen Weinprobe ein, bei der man die Auswahl zwischen 1.100 verschiedenen Weinen hat, und am 28. April 2018 wird der Nordheimer Jubiläumsweinberg eingeweiht.
    www.nordheim-main.de
  • In Wipfeld erkundet man am 24. März 2018 bei einer Weinbergs-Nachtwanderung die Rebzeilen im Dunklen und feiert am 6. Oktober 2018 das Einbringen der „Historischen letzten Fuhre“.
    www.wipfeld.de
  • Hüttenheim, ein Ortsteil von Willanzheim, lädt unter anderem zum Kirchenburgweinfest (17. bis 19. August 2018) oder zum „Hüttenheimer Hofgenuss“ (24. und 25. November 2018) ein.
    www.willanzheim.de
  • Klang- und genussvoll präsentiert sich Wiesentheid während der Kirchweih (21. bis 25. September 2018) oder bei der „Musikmeile“ (2. Oktober 2018).
    www.wiesentheid.de

Genussvolle Inspirationen

Weingenuss (Iphofen, Fränkisches Weinland)

Genuss spielt in Franken das ganze Jahr über eine große Rolle – schließlich ist das Urlaubsland mit seinen regionalen Spezialitäten, seinen exzellenten Weinen und seiner Biervielfalt eine kulinarische Schatzkammer.

Die schönsten Reiseanlässe zum Frankenwein tragen dabei das Qualitätssiegel „Franken – Wein.Schöner.Land!“. Mit besten Empfehlungen entdeckt man hier unter anderem Weine und Winzer, Weinfeste, Restaurants, Weinbars, Weinwanderwege, eine außergewöhnliche Weinarchitektur oder die Aussichtspunkte „terroir f – die magischen Orte des Frankenweins“.

Highlights aus „Franken – Wein.Schöner.Land!“

Auf dem Bierkeller "Spezial" mit Blick auf Bamberg

In Franken sind aber nicht nur ausgezeichnete Weine zu Hause, es ist auch die Heimat der Biere. Nirgendwo sonst gibt es eine so große Dichte an Brauereien wie hier. Diese einzigartige Bierkultur erlebt man nicht nur in Brauereien und Gasthöfen, sondern auch in Biermuseen, bei Bierwanderungen, Brauseminaren, Bierführungen oder Traditionsfesten wie der Erlanger Bergkirchweih (17. bis 28. Mai 2018), dem Forchheimer Annafest (20. bis 30. Juli 2018) oder der Kulmbacher Bierwoche (28. Juli bis 5. August 2018).

Highlights aus "Franken – Heimat der Biere."

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Frankens Weine und Biere harmonieren hervorragend mit den Kreationen, mit denen die Küchenchefs ihre Gäste verwöhnen. Jede Jahreszeit hat dabei ihre ganz eigenen regionalen Spezialitäten: vom Spargel und zarten Lamm im Frühjahr über Kirschen und Erdbeeren im Sommer bis zu Herbst- und Winterkreationen rund um fangfrischen Fisch und Wild aus Frankens weiten Wäldern. 

Highlights aus "Franken – Land der Genüsse"