Museen, Synagogen und jüdische Friedhöfe

Begegnung - Jüdisches Dokumentatioszentrum (Colmberg, Romantisches Franken)

Was bedeutet es, jüdisch zu sein? Wie lebten und leben Juden in Franken? Beim Besuch in Museen rund um die jüdische Kultur, in Synagogen oder beim Rundgang über einen jüdischen Friedhof erschließt sich das Leben im Zeichen der Thora.

Die Schwerpunkte, die die einzelnen Museen setzen, sind ganz unterschiedlich. Während sich zum Beispiel das „Museum Shalom” in Würzburg grundlegenden Fragen jüdischen Lebens widmet, rückt das „Jüdische Museum Franken” in Fürth unter anderem auch das jüdische Bürgertum des 19. Jahrhunderts, in den Fokus. Mit seinen Außenstellen in Schwabach und Schnaittach schlägt das Museum außerdem einen Brücke zum fränkischen Landjudentum.

Andere Häuser machen konkret die mit dem jeweiligen Ort verbundene jüdische Geschichte zum Thema – darunter das Dokumentationszentrum „Familiengeschichten – Jüdisches Leben in Colmberg”, das „Museum jüdischer Geschichte und Kultur” in Aschaffenburg, das Jüdische Museum in Creglingen oder die Ausstellung „Jüdisches in Bamberg”. Das „Levi Strauss Museum” in Buttenheim erzählt die Geschichte des in Buttenheim geborenen Löb Strauss: Wie viele andere fränkische Landjuden wanderte er im 19. Jahrhundert nach Amerika aus – und wurde unter dem Namen Levi Strauss und als Erfinder der Jeans zu einer „tragbaren Legende”

Zentrum jeder jüdischen Gemeinde war und ist ihre Synagoge: Im Laufe der vielen Jahrhunderte jüdischen Lebens in Franken entstanden ganz unterschiedliche Synagogen-Bauten. Viele von ihnen – darunter etwa die Nürnberger Hauptsynagoge – überstanden die Zeit des Nationalsozialismus nicht; diejenigen, die sich erhalten haben, zeichnen oft aufwendig saniert ein eindrucksvolles Bild jüdischen Glaubenlebens: von der Synagoge Ermreuth (Neunkirchen am Brand) über die ehemaligen Synagogen in Kitzingen oder Veitshöchheim bis zur Barocksynagoge in Ansbach. Eine Besonderheit stellt die Bayreuther Barocksynagoge dar: Sie ist auch heute Zentrum der jüdischen Gemeinde und damit die älteste arbeitende Synagoge in Deutschland.

Eine weitere fränkische Besonderheit sind die vielen jüdischen Friedhöfe. Bedingt durch die große Zahl der jüdischen (Land-)Gemeinden liegt ihre Zahl bei rund 100, weshalb in der Folge nur eine Auswahl vorgestellt wird. Als „Guter Ort” oder „Haus des Lebens” haben sie eine große Bedeutung im jüdischen Glauben. Weshalb viele Grabsteine der Verwitterung überlassen werden, warum Blumenschmuck auf dem Grab fehlt und was es mit den Symbolen auf den Grabsteinen auf sich hat, erfährt man am besten bei einer Führung.

Museen und Synagogen (35 Treffer)

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