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Von Hofköchen und Zuckerwerk

Pop-Up-Ausstellung zum Jubiläum Coburg | Gotha | 1826

Datum: 01.08. - 20.09.26

Zeit: Samstag: 11:00 bis 15:00 Uhr

Samstag: 11:00 bis 15:00 Uhr
Sonntag: 13:00 bis 15:00 Uhr

Eine Pop-Up-Ausstellung der Kunstsammlungen im Projektraum Münzmeisterhaus (Coburg, Ketschengasse 7) erzählt von Küche und Köchen zu Zeiten von Ernst I., erster Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha (1784–1844).

In seiner Regierungszeit gingen von Frankreich nicht nur große politische und gesellschaftliche, sondern auch kulinarische Umwälzungen aus. War Spitzenküche vor der französischen Revolution nur dem Adel vorbehalten, verbreitete sich die gehobene Esskultur nach diesen Ereignissen zunehmend in bürgerlichen Kreisen. Der Coburger Herzog dürfte diese Entwicklungen mit großem Interesse verfolgt haben, denn er schätzte zeitlebens gutes Essen. Seine Köche begleiteten ihn auf Reisen wie in den Krieg. Einer der herzoglichen „Mundköche“ war Johann Tobias Christian Oehm, der nach seinem Ausscheiden aus dem Hofdienst im Jahr 1854 ein Kochbuch veröffentlichte. Mundkoch Oehm scheint am Coburger Hof eine ganz besondere Persönlichkeit gewesen zu sein, denn man ließ ihn sogar porträtieren.

Obwohl die Küche einen zentralen Aspekt zur repräsentativen Selbstdarstellung eines Fürstenhofes beitrug, sollte ihre Arbeit möglichst unsichtbar bleiben. So wurden die Küchen häufig in Nebengebäuden untergebracht. Dass die Speisen dann oft kalt im Schloss ankamen und dort erst noch einmal aufgewärmt werden mussten, nahm man in Kauf. Denn die fürstliche Tafel war in erster Linie eine Bühne von sozialem Rang und Stellung – und gerade formale Diners waren von einem oftmals umständlichen Zeremoniell begleitet.

Neben Geschichten aus der herzoglichen Hofküche geben Dessertformen, Tragantmodel und anderes Zubehör einen kleinen Einblick in die kulinarischen Gepflogenheiten zur Zeit Ernsts I. Wie ein historisches Rezept aus dem Kochbuch von Johann Tobias Christian Oehm heute nachgekocht werden kann, zeigt ein Film in der Ausstellung. Maximilian Muschweck und Paulina Kutschka, die mit dem Projekt „History on a Plate“ online und auf Social Media erfolgreich sind, haben hierfür in Coburg und in den Kunstsammlungen recherchiert.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Von 1. August bis 20. September 2026 immer samstags von 11.00 bis 15.00 Uhr und sonntags von 13.00 bis 15.00 Uhr.

Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.

Veranstaltungen

Donnerstag, 30. Juli, 18.30 Uhr
Kulinarischer Gastro-Spaziergang „200 Jahre Sachsen-Coburg und Gotha“ mit Start in der Pop-Up-Ausstellung im Münzmeisterhaus (wenige Restkarten erhältlich)
Der erste Coburger Gastrospaziergang des Jahres 2026 steht ganz im Zeichen des Jubiläums „200 Jahre Sachsen-Coburg und Gotha“.
Stationen:
• Projektraum Münzmeisterhaus
• Loreley
• Münchner Hofbräu
• Goldenes Kreuz
Die Gastrospaziergänge verbinden Kulinarik, Begegnung und Stadterlebnis auf besondere Weise – mit kreativen Gerichten, spannenden Hintergrundgeschichten und vielen Gelegenheiten, Coburg aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Tickets kosten 59 Euro und sind ausschließlich im Büro der Stadtmacher, Mauer 12b in Coburg, erhältlich, Reservierung unter Tel. 09561 / 877-670

Samstag, 12. September, 18.00 bis 24.00 Uhr Coburger Museumsnacht
Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine besondere Dessertverkostung freuen. Passend dazu erklingt ein Schubert-Rondo aus dem Jahr 1826.

Info: 09561 879-0

Eintrittspreise

Eintritt frei

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