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Prinzessin oder Nonne? Margarethe von Brandenburg (1453 – 1509) und das Hofer Klarissenkloster

Datum: 27.01. - 13.04.26

Zeit: 12:00 bis 16:00 Uhr

Margarethe von Brandenburg war eine echte Prinzessin aus dem Haus Hohenzollern, und ihre Geschichte begann etwas tragisch: Bereits verlobt, erkrankte sie schwer und sollte ihr restliches Leben im Kloster verbringen. Gegen ihren Willen ließ ihr Vater, der bekannte Markgraf und spätere Kurfürst Albrecht Achilles, sie mit knapp 15 Jahren ins Klarissenkloster nach Hof bringen. Vorher hatte er sie noch wegen akuter Fluchtgefahr auf der Plassenburg unter Arrest stellen lassen. Doch Margarethe gab sich nicht ihrem Schicksal hin. Mit Mut, politischem Gespür und Standesbewusstsein erreichte sie persönliche Privilegien, Einfluss und ein bedeutendes Klosteramt.

Die Ausstellung erzählt Margarethes Geschichte zunächst am Originalschauplatz: im ehemaligen Klarissenkloster in Hof. Sie zeigt eine Frau, die sich Freiräume erobert, wo andere nur Rückzug erwarten. Neben Margarethes Biografie führt die Ausstellung auch in die Geschichte des Hofer Klarissenklosters ein und zeigt die Lebenswelt eines adlig besetzen Frauenordens im Spätmittelalter. So entsteht ein vielschichtiges Bild zwischen persönlichem Schicksal und klösterlichem Alltag. Dabei lädt die Ausstellung dazu ein, gängige Vorstellungen vom Frauenleben im Spätmittelalter zu hinterfragen – und die Möglichkeiten adliger Frauen, zu handeln und zu wirken, neu zu entdecken.

Die Ausstellung ist Teil des bundesweiten Netzwerkes „Wirksam. Frauennetzwerke der Hohenzollern im Spätmittelalter“ unter Leitung der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und wird finanziell unterstützt von der Hermann und Bertl Müller-Stiftung.