Rothenburg ob der Tauber: Ein Wintertag voller Zauber

Leise knirscht der Schnee unter den Schuhen, während sich der Blick über Dächer, Türme und das verschneite Rothenburg ob der Tauber öffnet. Romantischer geht ein Spaziergang kaum: Der Rothenburger Turmweg führt hoch oben auf der historischen Stadtmauer einmal rund um die Altstadt – und mitten hinein in eine Winterkulisse, die wirkt, als sei sie eigens dafür gemacht.

Wenn der Winter die Fränkischen Städte in sanftes Licht hüllt, verändert sich ihr Rhythmus: Kopfsteinpflaster glitzert, Atemzüge stehen in der klaren Luft und aus kleinen Läden strömt der Duft warmer Gewürze. In dieser besonderen Atmosphäre zeigt sich Rothenburg ob der Tauber von seiner schönsten Seite und verzaubert mit unvergesslichen Wintererlebnissen.

Auf dem Turmweg rund um die Altstadt

Frisch mit Schnee gepudert oder im silbrigen Raureif zeigt sich Rothenburg im Winter von seiner besonders stillen Seite. Der rund vier Kilometer lange Turmweg verläuft größtenteils direkt auf der Stadtmauer, streckenweise auch außerhalb der Befestigungsanlagen. Insgesamt 46 Türme, die sechs Stadttore und immer neue Aus- und Einblicke machen den Rundgang abwechslungsreich. Infotafeln entlang des Weges erzählen von der Entwicklung der mittelalterlichen Stadtverteidigung – Geschichte zum Mitgehen, Schritt für Schritt.

Besonders eindrucksvoll: der Blick auf das berühmte Plönlein, das mit seinen schiefen Fachwerkhäusern und dem Siebersturm im Winterlicht fast noch märchenhafter wirkt als ohnehin schon.

© Rothenburg Tourismus Service / W. Pfitzinger

Aufwärmen zwischen Museum und Weinstube

Wer sich nach der Runde aufwärmen möchte, hat hier viele Möglichkeiten. Das RothenburgMuseum im ehemaligen Dominikanerkloster oder das Mittelalterliche Kriminalmuseum sind auch im Winter geöffnet und laden zu einer Zeitreise ein. Ein besonderer Tipp bleibt das Deutsche Weihnachtsmuseum in der Herrngasse: Über dem Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt funkelt und glitzert es hier das ganze Jahr über – mit einer beeindruckenden Detailverliebtheit.

© Rothenburg Tourismus Service / James Derheim

Wer nach dem Rundgang auf der Stadtmauer noch weiter hinaus möchte, folgt den Wegen rund um die Altstadt und entdeckt Rothenburg aus einer neuen Perspektive. Sanfte Anstiege, offene Landschaft und immer wieder der Blick zurück auf Türme und Dächer prägen die winterlichen Spaziergänge am Stadtrand. An milden Tagen laden kleine Weinstuben und saisonal geöffnete Wirtschaften in und um Rothenburg zur Einkehr ein – ein ruhiger Ausklang nach ausgiebiger Bewegung an der frischen Winterluft.

© Rothenburg Tourismus Service / Respondek

Rothenburg ist zugleich ein idealer Ausgangspunkt, um das Romantische Franken zu entdecken. Die winterlichen Landschaften im Naturpark Frankenhöhe oder ein Ausflug nach Dinkelsbühl mit seiner geschlossenen Altstadt lassen sich gut kombinieren – beispielsweise auf ruhigen Wegen für ausgedehnte Wander- und Radtouren wie dem Tauber Altmühl Radweg. Die Anreise gelingt dabei bequem mit dem ÖPNV, Rothenburg ob der Tauber ist per Bahn gut angebunden und lässt sich so entspannt und nachhaltig erreichen – ideal für einen winterlichen Kurztrip ohne Auto.

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