Fränkisches Seenland: Chalet-Urlaub mit Handschrift

Chalet-Urlaub im Fränkischen Seenland: Das bieten die Geschwister Almut und Axel Böker. Die „Büchelbergerei“ – benannt nach dem Ortsteil von Gunzenhausen, in dem sie zu finden ist – begeistert ihre Gäste auf Fünf-Sterne-Niveau.

Mein Name ist Barbara Keil, ich bin an der Grenze zum Reiseland Franken aufgewachsen und habe schon als Kind gern meine fränkischen Verwandten besucht. Doch erst als ich vor einigen Jahren anfing, als Redakteurin beruflich nach Franken zu reisen, ist mir klar geworden, wie unglaublich vielfältig die Region ist. Jeder Ausflug bietet neue überraschende Entdeckungen und spannende Begegnungen mit den Menschen vor Ort!

Mit den Hausbesuchen begleiten wir Einheimische bei ihrem täglichen Wirken im Urlaubsland Franken. Im Fränkischen Seenland haben die Geschwister Almut und Axel Böker mit der „Büchelbergerei“ ein Fünf-Sterne-Chaletdorf geschaffen, in dem Harmonie, Design und echte fränkische Gastfreundschaft aufeinandertreffen.

Mit einem Kissen fing alles an. Wenn Almut Böker über das Einrichtungskonzept ihres Chalet-Dorfs spricht, leuchten ihre Augen. Aus den Farb- und Formenwelten des Stoffs hat sie ein Ensemble erschaffen, bei dem jedes Detail abgestimmt ist. Auch wenn wohl die wenigsten Gäste das Kissenmuster mit dem Lampendesign vergleichen, ist sie sicher: „Das Unterbewusstsein nimmt den Eindruck auf: Es ist alles in Harmonie.“

© FrankenTourismus / Barbara Keil

Harmonie scheint ohnehin das Stichwort zu sein, wenn es um die Geschwister Almut und Axel Böker aus Ansbach geht. Bereits seit 1992 arbeiten sie erfolgreich zusammen, zunächst in ihrer Werbeagentur. Jahrzehntelang haben die beiden Erfahrungen in der Tourismuswerbung und im Marketing gesammelt. Almut Böker war zudem lange in der Beratung für Gastgeber:innen in ganz Bayern tätig. Im Lauf der Zeit reifte in ihr die Idee, ein eigenes Projekt umzusetzen. „Mein Bruder hat gesagt: Gute Idee, mach du mal“, erinnert sie sich. Axel Böker lacht zustimmend, doch auch er hat viel Herzblut, Schweiß und Ideen in das Projekt „Büchelbergerei“ investiert. Nachdem seine Schwester das rund 6.000 Quadratmeter große Grundstück mit den alten Bäumen zufällig bei einem Termin im Gunzenhäuser Ortsteil Büchelberg entdeckt hatte, planten sie gemeinsam und ohne einen Architekten alles in mühevoller Kleinst- und Detailarbeit.

© Harry Bellach

Komfort ohne Kitsch

„Wir haben den Inhalt des Chalet-Urlaubs genommen und versucht, ihn in einer modernen Form ohne Kitsch nach Franken zu transferieren“, erklärt Axel Böker das Konzept. Die Form der modernen Häuschen ist an das fränkische Satteldach angelehnt. Im Inneren schafft eine Fachwerkwand einen weiteren Bezug zur Region. Eindrucksvolle Fotowände in den Bädern bringen ein Stück der Naturlandschaft rund um den nahen Altmühlsee ins Haus.

Die unterschiedlich großen Ferienhäuser sind Rückzugsorte, ausgestattet mit allem Komfort. Jedes verfügt über Sauna und Hot Tub, einen Garten, eine Terrasse mit Grill, eine luxuriös ausgestattete Küche und alle Annehmlichkeiten für eine entspannende Auszeit. Dafür gab es für das 2021 eröffnete Chalet-Dorf die Zertifizierung mit der Höchstnote von fünf Sternen sowie jede Menge Lob von den Gästen. Diese genießen die Privatsphäre ganz nach Wahl zu zweit, zu viert oder mit größeren Gruppen: Die „Büchelbergerei“ bietet dafür verschiedene Lösungen. Ob sie die Umgebung erkunden, eine Runde im jederzeit zugänglichen Gemeinschaftspool schwimmen, sich massieren lassen oder den ganzen Tag im Bademantel verbringen möchten, bleibt allen selbst überlassen – diese Freiheit gehört zum Wesen des Urlaubskonzepts. „Wir sagen immer, Chalet-Urlaubstage zählen doppelt, weil sie ultraentspannend sind“, betont Axel Böker.

© Harry Bellach

Liebe zum Detail – vom Sektverschluss bis zum Frühstück

Almut Böker und ihr Team sorgen dafür, dass es in den Chalets an nichts fehlt. Dafür packt die Chefin überall mit an und achtet auf jedes Detail. „Wenn die Gäste ein Feedback geben, nehmen wir das auf“, betont sie. Seit ein Paar etwa einen Verschluss für die halb geleerte Sektflasche vermisste, gibt es diesen in jedem Haus. „Wobei mir da der Sinn ewig verborgen bleiben wird“, scherzt Axel Böker. „Denn du trinkst die Flasche aus“, ergänzt seine Schwester lachend. Dass in der „Büchelbergerei“ auf jedes Detail geachtet wird, kommt gut an. Das beweisen nicht zuletzt die Stammgäste, die das Chalet-Dorf seit seiner Eröffnung im Herbst 2021 bereits gewonnen hat.

Besonderes Lob gibt es oft für das Frühstück, das zu einem Aushängeschild der „Büchelbergerei“ geworden ist. In einer Holzkiste wird die reichhaltige Auswahl direkt ins Haus geliefert. Brötchen, Wurst und Schinken, Käse, Eier und Lachs, Saft, Joghurt und Müsli in kleinen Weckgläsern, kein Frühstückswunsch bleibt offen. Die Zutaten stammen von regionalen Betrieben, die Milchprodukte etwa aus der Lehrmolkerei in Triesdorf, die Eier von den eigenen Hühnern, die im Nachbarort gehalten werden. Die Marmeladen sind familieneigene Kreationen.

© Harry Bellach

Ruhe, Seen und ein gutes Gefühl

Nur eines ist auf dem Frühstückstisch nicht zu entdecken: Abfall. Das Thema Nachhaltigkeit haben die Bökers schon bei der Planung mitgedacht – von der Heizung mit Wärmepumpen bis zum Pool, der mittels Salzwasserelektrolyse gereinigt wird.

Bei so viel Komfort vor Ort verlassen die meisten die „Büchelbergerei“ nur für kleine Ausflüge, etwa an den Altmühl- oder Brombachsee oder in die Stadt Gunzenhausen, die mit ihren zahlreichen kleinen Geschäften begeistert. In einer digitalen Gästemappe schlagen die Bökers Ausflugsziele vor. „Der Vorteil der Region ist, dass sich hier alles gut verteilt“, findet Axel Böker: „Diese Ruhe wissen viele zu schätzen.“ Oft sind die Gäste zum ersten Mal im Fränkischen Seenland – aber nicht zum letzten Mal.

© Fränkisches Seenland / Manuel Arnu

Sich richtig verwöhnen lassen oder die Einfachheit genießen, vom Baumzelt aus in den Sternenhimmel blicken, sich im „Schwimmenden Ferienhaus“ vom Plätschern des Wassers in den Schlaf wiegen lassen, in historischen Gemäuern oder im modernen Tiny House einchecken – die Übernachtungsmöglichkeiten im Fränkischen Seenland sind so facettenreich wie die Urlaubslandschaft selbst. Rund um sieben Seen, die mit Badespaß, Wassersport und Fahrten auf den Ausflugsschiffen locken, liegt eine traditionsreiche Kulturlandschaft. Städtchen und Dörfer haben sich ihren echt fränkischen Charakter bewahrt. Sie sind eingebettet in Hopfengärten, Streuobstwiesen, Felder und Wälder, die sich auf Rad- und Wanderwegen erkunden lassen. Das Zusammenspiel von Wasser und Land gefällt auch gefiederten Gästen besonders gut: Die Vogelinsel im Altmühlsee ist ein faszinierender Hort der Artenvielfalt und so manchen Stadtmauer- oder Kirchturm ziert ein Storchennest.

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