Bad Berneck – Das versteckte Paradies

Wer bei Ausflügen und Reisen eine große Vielfalt schätzt, sollte nicht versäumen, Bad Berneck im Fichtelgebirge einen Besuch abzustatten. Kneippsche Erholung für Leib und Seele, sowie Ausflüge in die wunderschöne Natur – hier ist für jeden das Richtige dabei. Von den sieben Bergen etwa, die rund um Bad Berneck liegen, hat man einen traumhaften Ausblick ins Tal. In diesem versteckten Paradies bieten sich Besuchern unseres Städtchens wirklich sehr viele besondere Wohlfühlmomente.

Hallo zusammen, mein Name ist Joachim Beth. Am Bodensee geboren, habe ich vor 20 Jahren, nach mehreren Stationen im In- und Ausland, meine neue Heimat im Fichtelgebirge gefunden. Die herrliche Landschaft, die gastfreundliche Art und Weise der Franken und die kulinarischen Genüsse hier in der Region ließen mich sehr bald heimisch werden. Um diese Vielfalt an die Besucher unserer Region weitergeben zu können, habe ich mich zum Wanderführer und Genussbotschafter ausbilden lassen.

Genießen und Wandern in Bad Berneck

Die sieben Hügel, die die Stadt schützen, dienten einst Ziegen als Weideplätze. Deshalb wurden hier sehr viele Kräuter angebaut, die tatsächlich noch bis zum heutigen Tage in der Region in einer Vielzahl wachsen. Die Pflanzen werden unter anderem für die sehr beliebten Kräuterliköre „Bernecker Burgtropfen“ und „Walpotengold“ genutzt. Verschiedene Köche haben sich zudem der Wildkräuterküche verschrieben und zertifizierte „Kräuterkundige“ organisieren Kräuterwanderungen, um den Gästen die verschiedenen Pflanzen und deren Nutzungsmöglichkeiten beziehungsweise Wirkung näher zu bringen. Eine besondere Spezialität der Region sind die „Bernecker Pfeffernüssla“, die aus einem speziellen Teig hergestellt und mit Anis, Nelken, Zimt und Muskatnuss verfeinert werden.

©Florian Fraaß

Der historische Marktplatz – das Herzstück der Stadt

Der historische Marktplatz war und ist noch heute das Herzstück Bad Bernecks und sicher das bekannteste Fotomotiv der Stadt. Mit der schön angelegten Brunnen- und Gartenanlage ist der Marktplatz heute ein beliebter und zentraler Treffpunkt. An Ostern wird der Brunnen traditionell mit Kränzen und hunderten von bemalten Eiern geschmückt und ist jedes Jahr ein absolutes Highlight. Rund um den Marktplatz gibt es viele Hotels und Pensionen sowie eine Vielzahl an Gastronomiebetrieben. Hier kann man den Tag entspannt bei einem Gericht aus der Kräuterküche „essbares Fichtelgebirge“, einer zünftigen fränkischen Hausmannskost oder Gerichten der internationalen Gastronomie ausklingen lassen.

Im Kurpark die Seele baumeln lassen

Wer auf der Suche nach etwas Entspannung ist, für den bietet sich vom Marktplatz aus ein kleiner Spaziergang entlang der Ölschnitz in den Kurpark an.

„Vor allem im Frühjahr und Sommer begeistert der Park durch seine farbenfrohe Bepflanzung.“

Joachim Beth

Das neu angelegte Kneipp´sche Kräuterbeet erklärt in unterschiedlichen Abteilungen verschiedene Heilkräuter und deren Wirkung. Neben einer kleinen Kneippanlage stehen unseren Gästen verschiedene Gymnastikgeräte sowie ein Minigolfplatz zur Verfügung. Ein Highlight für unsere kleinen Gäste ist der abenteuerlich gestaltete Spielplatz und ein Kleintiergehege. Besonders beeindruckend jedoch sind zwei in typischer Bäderarchitektur erbaute historische Kolonnaden und ein Kioskhäuschen aus der Jahrhundertwende. Im Sommer kann man hier jeden Sonntag den Klängen der Kurkonzerte lauschen. Und auch das jährlich stattfindende SommerParkfest mit dem Kunsthandwerkermarkt und der festliche Weihnachtsmarkt am 4. Advent locken zahlreiche Besucher an.

Die Kneipp’sche Erholung in der nahezu unberührten Natur des Fichtelgebirges

Aus einer jahrzehntelangen Tradition heraus, im Bereich von klassischen Molke- und Kneipp Kuren, hat sich heute ein Kurort entwickelt, der in seinen Therapien die Prävention in den Vordergrund stellt. Im ehemaligen Kurmittelhaus wurde so mit dem TherapieLoft Fichtelgebirge eine Einrichtung geschaffen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine moderne Kneipp-Therapie anzubieten. Abgerundet wird das Thema durch den örtlichen Kneippverein, der unter sach- und fachkundiger Leitung regelmäßige Vorträge und zehntägige Heilfastenkuren anbietet.

Burgen und Mittelalter in Bad Berneck

Wir verlassen nun den Kurpark und machen uns auf eine Zeitreise, als in Bad Berneck die Burgen gebaut wurden. Insgesamt sechs Befestigungen, von der Wallburg „Hohe Warte“ bis zur spätmittelalterlichen „Hohenberneck“, warten darauf, erkundet zu werden. Eingebettet in schattige Talwege und traumhafte, schmale Bergpfade kann man hier seiner Fantasie freien Lauf lassen und tief in die Vergangenheit eintauchen. Informationstafeln beschreiben die geschichtlichen Hintergründe und geben Auskunft über die Bauwerke. Alle zwei Jahre organisiert der Burgenverein Bad Berneck ein Burgenfest, zu dem Gäste und Mittelaltergruppen aus Nah und Fern eingeladen sind. Lagerleben, Mittelaltermarkt und buntes Treiben lassen die historischen Anlagen zu neuem Leben erwachen und versetzen in die Zeit der Burgen und Ritter. Historische Aufführungen, wie der Sturm auf die Burg, sowie Ritterspiele auf der Romantikbühne runden das Programm ab. Gut sichtbar, oberhalb des Marktplatzes, befindet sich das Wahrzeichen Bad Bernecks, der Schlossturm.

Der Dendrologische Garten, ein Kleinod für Bäume aus aller Welt

Unser Weg führt nun weiter zum Dendrologischen Garten, eine Besonderheit, die ihresgleichen sucht. Im Mittelpunkt stehen Bäume und Sträucher, die der Naturliebhaber und Weltreisende Wilhelm Rother Mitte des 19. Jahrhunderts aus aller Welt zusammengetragen und im Rotherspark angepflanzt hat. Viele Arten von exotischen fremdländischen Gehölzen sind dort zu bewundern. Besonders bemerkenswert ist das teilweise hohe Alter der Bäume. Viele davon wurden bereits vor mehr als 150 Jahren gepflanzt. Auf einem Lehrpfad kann der Park erkundet werden, die Tourist Information organisiert Führungen für Gruppen. Spannend ist auch die Geschichte des Parkgeländes. Unterhalb der Bepflanzungen befindet sich ein historisches Alaun-Bergwerk. Alexander von Humboldt führte hier Experimente zum Bergbau durch, was ihm in einem Falle fast zum Verhängnis geworden wäre.

© Florian Fraaß

Kunst und Kultur in Bad Berneck mit ihren vielen Facetten

Wer Kultur in Bad Berneck erleben will, kann dies an vielen unterschiedlichen Orten und in vielen unterschiedlichen Facetten. Bräuche und der Erhalt von wertvollen Traditionen sind hier nur ein kleiner Teil der Palette. Von den Stadl Kerwas über die Kerwas der Vereine bis hin zum SommerParkfest, dem Weihnachtsmarkt und der Breznwoche der Gastwirte wird das Kulturgut gepflegt und genossen. Die Kunststraße verschreibt sich jährlich wechselnden Themen und erzählt Geschichten über Vergangenes oder über aktuelle Themen, die erwandert werden können. Theater, Musik oder Kleinkunst finden an den verschiedensten Orten statt. Auf dem Kirchberg hat sich seit einigen Jahren der Verein „Kunst und Kultur im alten Kindergarten“ eingemietet und bietet unterschiedlichste Kunstformen an. Konzerte oder Theater werden auch als Open Air auf der Romantikbühne unterhalb des Schlossturmes sowie im Kurpark oder in der Wikingerhalle dargeboten. Diese Vielfalt funktioniert deshalb, da viele Vereine, ehrenamtliche Helfer, aber auch Kooperationen mit „Gittels Fränkischer Bühne“ oder dem „Fränkischen Theatersommer“ und dem „Evangelischen Bildungswerk“, dies unterstützen.

Wandern in und um Bad Berneck

Als Tor zum Fichtelgebirge und gleichzeitig zu einer der schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands bietet Bad Berneck eine Vielzahl von ausgeschilderten Wanderwegen an. Ehrenamtliche Helfer des örtlichen Fichtelgebirgsvereins engagieren sich hier in vielfältiger Weise. Mit über 80 Kilometern markierter Wanderwege ist Bad Berneck deshalb eine lohnende Wanderlocation für unvergessliche Wanderungen, Spaziergänge und Ausflüge. Die waldreichen Höhenwege lassen das Herz eines jeden Wanderers höherschlagen. Für diejenigen, die den Wald noch intensiver erleben möchten, werden Aktionen wie das „Waldbaden“ angeboten. Geführte Wanderungen durch Wanderführer oder Geoparkranger runden hierbei die Angebotspalette ab. Mit circa 11 Kilometern ist eine Wanderung auf dem Thiesenring eine schöne Gelegenheit, Bad Berneck zu umrunden und von einem der vielen Aussichtspunkte aus einen grandiosen Blick auf die Kurstadt und das Fichtelgebirge zu erhaschen. Um bei den abwechslungsreichen Touren rund um Bad Berneck die Natur zu schonen, hier noch unser Hinweis zum Verhalten auf den Wegen.

Ich hoffe, wir konnten Ihre Neugierde auf Bad Berneck wecken? Die Stadt im Fichtelgebirge ist wirklich einen Besuch wert und wir freuen uns schon jetzt, Sie bei uns willkommen zu heißen! Weitere Informationen zu unserem schönen Städtchen sowie zur autofreien Anreise per Bahn über den Hauptbahnhof Bayreuth und mit mehrmals täglichen Bussen gibt es unter www.badberneck.de.

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