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Prinzenfelsen/Girglhöhle

Breitengrad. Aus dem Areal von Felsgruppen unterschiedlicher Größe ragen zwei besonders hervor. Auf den höchsten Felsenturm führen Treppen zum Aussichtsplateau in 751 m ü. NN. Der Prinz-Ludwig-Felsen ist der größere und der Prinz-Leopold-Felsen der kleinere Felsturm. Man wählte diese Bezeichnung zur Erinnerung an die 1905 bzw. 1910 erfolgten Besuche der beiden Wittelsbacher im Fichtelgebirge. 

Die Felsenhöhle „Girglhöhle“ hat ihren Namen von dem im benachbarten Mühlbühl (Gemeinde Nagel) beheimatet gewesenen „Schmiedmatzengirgel“, der sich sieben Jahre in der Höhle aufhielt. Er hatte um die Wende des 18. Jahrhunderts in Nagel aus Eifersucht einen „Convierer“ erschlagen und musste vor den Gendarmen flüchten, was für ihn sehr einfach war. Die Höhle in der ihm vertrauten Landschaft erschien ihm als der geeignete Aufenthaltsort und er hauste dort die Jahre hindurch.

Mit der Zeit fühlte er sich sicherer und einmal schlich er bei Dunkelheit über die Grenze zu seinem Elternhaus. Erst in den früheren Morgenstunden eilte er in seine Waldhöhle zurück. Bei einem zweiten Besuch wurde er gesehen und von einem Nachbarn, den das Kopfgeld lockte, verraten. Er wurde entdeckt und festgenommen. Einige Wochen später wurde er in Kemnath enthauptet

Prinzenfelsen (Nagel, Fichtelgebirge)