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Kirchweihen und Kirchweihbrauchtum

Michaeliskirchweih (Fürth, Städteregion Nürnberg)

Seit Jahrhunderten gehört die Kirchweih – in Franken „Kärwa“ genannt – fest zum fränkischen Brauchtum. Ursprünglich wurde dabei die Einweihung einer Kirche oder der Namenstag des Heiligen, dem die Kirche geweiht ist, gefeiert. Daraus haben sich meist mehrtägige Volksfeste entwickelt.

Dennoch haben sich viele alte Bräuche erhalten. Dazu gehören das Kirchweihbaumklettern in Gunzenhausen oder der Etwashäuser Kirchweihumzug in Kitzingen. Zum Kirchweihbrauchtum gehört außerdem der Hahnentanz, bei dem die Mädchen und Burschen um den „Huhnerbaum“ tanzen. Während des Tanzes wird eine Rute von Paar zu Paar gereicht. Wer beim Klingeln des Weckers die Rute in Händen hält, muss den Rest der Truppe „freihalten”. Bei der Gochsheimer Kirchweih im Fränkischen Weinland steht dagegen der historische Plantanz im Vordergrund. Unter dem eigens aufgestellten Planbaum tanzen Planburschen mit den Planmädchen Walzer, Rheinländer, Schottisch und Dreher.