Regionale Touren
  • Länge:

    139 km

  • Aufstieg:

    Abstieg:

  • OVL

    GPX

Tour Städteregion Nürnberg

Vier Städte laden zu Zwischenstopps ein!

Stadt, Land, Fluss kennzeichnen die Städteregion Nürnberg-Fürth-Erlangen- Schwabach. Erleben Sie historische Altstädte voller Geschichte und zauberhafter Sehenswürdigkeiten und im Kontrast dazu die moderne Architektur der Metropolregion.

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Innerstädtisches Grün durch herrliche Parkanlagen, das ländlich geprägte Umland und die idyllischen Flussauen an Rednitz und Pegnitz garnieren das Städtequartett mit erholsamer Natur.

Jede der vier Städte bringt ihren individuellen Charme in die „Familie" ein: Nürnberg war einst eine freie Reichsstadt und Liebling des Kaisers. Jahrhunderte lang prägten das Privileg des kaiserlichen Wappens und der Stolz der Bürger ihre Geschichte – noch heute zeugt die Kaiserburg davon. Steigen Sie ein in Nürnbergs Altstadt zu Füßen der Kaiserburg und der großen Burgbasteien. Tauchen Sie ein in alte Gassen zwischen Kirchen, prächtigen Herrensitzen und Fachwerkhäusern. Trotz aller Verbundenheit zu seiner Vergangenheit ist Nürnberg heute eine moderne Messestadt mit allen Annehmlichkeiten einer Großstadt – von Shoppingmeilen über ein reges kulturelles Leben bis hin zu Freizeitspaß. Erleben Sie den quirligen Hauptmarkt, wo das Leben pulsiert und entdecken Sie das grüne Nürnberg rund um den Dutzendteich.

In das finsterste Kapitel der deutschen Geschichte führt auf beeindruckende Weise am Originalschauplatz das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Das Areal im Südosten Nürnbergs ist der Ort, an dem die Nationalsozialisten sich feiern ließen und der Welt die „Schauseite" des Regimes präsentierten. Im nördlichen Kopfbau der ehemaligen Kongresshalle ist heute das Dokumentationszentrum untergebracht – es bezieht mit zeitgenössischen Architekturzeichen aus Stahl und Glas eine überzeugende Gegenposition zum NS-Bau. Wie ein Pfahl bohrt sich ein gläserner Gang diagonal durch das Gebäude und setzt einen nachhaltigen Kontrapunkt zur steinernen Machtdemonstration der Nationalsozialisten. Die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt" wird regelmäßig mit Sonderausstellungen ergänzt.

Zweite Schönheit im Städtebund ist Erlangen. Die barocke Idealstadt mit dem rechtwinklig und symmetrisch angelegten Innenstadtkern wurde eigens für Hugenotten erbaut – die Calvinisten kamen Ende des 17. Jahrhunderts als Religionsflüchtlinge aus Frankreich. Heute ist Erlangen eine sympathische Studentenstadt und Standort des Unternehmens Siemens.

Zahlreiche gemütliche Kneipen finden Sie in den schmalen Gassen und nahe dem Schloss im barocken Schlossgarten verlockt der Botanische Garten zu einem kurzen Besuch.

Nicht versäumen dürfen Sie einen Abstecher auf Erlangens Berg, wo alljährlich um Pfingsten die Bergkirchweih stattfindet. Gerade in den warmen Monaten laden die Keller und Biergärten auf dem Berg dazu ein, bei einem „Seidla" fränkischen Bieres die Stadt von oben zu genießen. Anziehungspunkt das ganze Jahr über ist das „Alte Schießhaus", in dem 1755 die Erfolgsstory der Erlanger Bergkirchweih ihren Anfang nahm.

Fürth liegt direkt neben Nürnberg und ist doch von ganz eigenem Charakter. Zwischen den idyllischen Flusslandschaften von Rednitz und Pegnitz, die zur Regnitz zusammenfließen, befindet sich der historische Stadtkern. Mittelpunkt der Altstadt sind die Gustavstraße und der Grüne Markt, die nicht nur mit einer lebendigen Kneipenszene locken, sondern auch mit architektonischer Vielfalt aufwarten. Solch einzigartige Kontraste von Sandsteinbauten, Fachwerk- und mit Schindeln besetzen Häusern bekommen Sie nur hier zu sehen. Beim Blick auf das klassizistische Rathaus werden Sie sich wie in Florenz fühlen, vor allem der 52 Meter hohe Turm wurde nach dem Vorbild des Palazzo Vecchio erbaut. Gegenüber im Jüdischen Museum Franken wird die reiche Geschichte und Kultur der Juden in Fürth und Franken thematisiert. Sehenswert sind hier die Laubhütte und das Ritualbad. Und noch etwas gibt es zu entdecken: Die wunderschönen Häuser-ensembles der Hornschuchpromenade und Königswarterstraße, die an der Trasse entstanden, auf der 1835 die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth fuhr.

Schwabach ist nicht nur die südlichste, sondern auch die kleinste Stadt der Städteregion. Doch sie rühmt sich einer besonderen Tradition, des Goldschlägerhandwerks. Seit Jahrhunderten wird hauchdünnes Blattgold zum Verzieren von Kunstgegenständen gehämmert. Zwei Golddächer zieren das Schwabacher Rathaus am Marktplatz. Ob an den Fassaden von Häusern oder auf modernen Kunstwerken – Schwabach zeigt stolz seine goldene Tradition. Auch Kulinarisches in Sachen Gold lässt sich hier genießen, beispielsweise mit dem Schwabacher Goldwasser, einem Likör, in dem feine Goldplättchen schwimmen. Wagen Sie sich in die pittoresken engen Gässchen der Altstadt und lassen Sie sich verzaubern von der idyllischen Atmosphäre der Kleinstadt. An den schmalen Kanälen zwischen malerischen Häuserzeilen und an den Ufern der gemächlich dahin plätschernden Schwabach stimmt die stete Nähe des Wassers besonders entspannt.

Kurz-Info

Gesamtlänge: 139 km

Touristische Informationen

www.staedteregion-nuernberg.de

Routen-Hinweise

In der Städteregion erleben Sie die bunte Mischung an Fahrstrecken: Enge, zum Teil gepflasterte Altstadtgassen, flotte und mehrspurige Durchgangsstraßen, Stadtautobahnen und ebenso durch ländliche Gebiete, durch Dörfer und Anbauflächen führende Landstraßen.

> Ein Mix aus Altstadtgassen, Schnellstraßen und Landstraßen

Bitte beachten Sie in Schwabach das Fahrverbot für Motorräder in der Innenstadt von 22 Uhr bis 6 Uhr und im Umfeld von 24 Uhr bis 6 Uhr sowie das Nachtfahrverbot in Nürnberg am Burgberg zwischen Weintraubengasse, Rathausplatz, Stöpselgasse und Burgstraße zwischen 20 Uhr und 6 Uhr.

Interessantes

Der Main-Donau-Kanal

Durchaus attraktiv ist der Main-Donau-Kanal, dessen Trasse im Westen der Städteregion einen Grüngürtel bildet. Diese 171 Kilometer lange Bundeswasserstraße, die den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kelheim verbindet, zieht vorbei an Erlangen, durch Fürth, Nürnberg und Katzwang bei Schwabach.

Folgt man seiner Fährte, beispielsweise über den „Frankenschnellweg", erlebt man die Städteregion aus einer ganz besonderen Perspektive: Entdecken Sie die reizvollen Aussichten nicht nur auf die Wasserstraße, sondern auch auf die Silhouetten der Städte. Weiter im Süden geht es dann vorbei am Bayernhafen Nürnberg und bei Katzwang durchfließt der Kanal mit dem nahe gelegenen Rednitzgrund eine herrlich ruhige und grüne Umgebung.