Regionale Touren

Tour Fichtelgebirge

Wilde Felsformationen, weite Hochflächen - eine magische Bikertour!

Das Fichtelgebirge, ein uraltes Mittelgebirge besticht mit bewaldeten Höhen, weiten Wiesen und Feldern, idyllischen Naturseen und Tälern, die von klaren Bächen durchflossen werden. Eine magische Anziehungskraft übt diese urwüchsige Natur mit wilden Felsformationen aus.

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Und welch eine landschaftliche Vielfalt hat dieses Land zu bieten! Zwölf hohe Berge beherrschen es. Vier Flüsse entspringen in seinem Zentrum und fließen in die vier Himmelsrichtungen: Main, Saale, Eger und Naab. Robuste Holzbauernhäuser, gemütliche, an steilen Berghängen platzierte Bergdörfer und alte historische Ortschaften zeugen von der Lebensart ihrer Bewohner. Faszination und Inspiration auch auf zwei Rädern verspricht die Region dank ihrer Vielfalt an kurven-und abwechslungsreichen Fahrstrecken.

Bayreuth, zu Füßen des Fichtelgebirges gelegen, ist eine lebendige Kulturstadt, bekannt für seine barocken Baudenkmäler und als Stadt der Festspiele. Doch nur wenige Kilometer weiter beginnt eine andere Welt, diejenige der Kurven, ausgedehnter Fahrstrecken durch Fichtenwälder und über Höhen mit faszinierender Weitsicht. Das schmale, schattige Steinachtal geleitet hoch in den attraktiven Luftkurort Warmensteinach zu Füßen des 1.024 Meter hohen Ochsenkopfes. Und schon ist man in der zentralen Region des Fichtelgebirges. Steil am Hang platziert sind die Häuser und Straßen von Fichtelberg, ganz wie es sich für ein altes Bergarbeiterdorf gehört. Das freundliche Dörfchen wartet auf mit einem Automobilmuseum und entführt in die Unterwelt eines Besucherbergwerks. In der Nähe der dunkle Fichtelsee, den die Fichtelgebirgs- und die Burgenstraße umkreisen. Fahrgenuss pur ist geboten auf der „Panoramastraße", die sich entlang des Bergsattels schlängelt, wo sich der Wald lichtet und eine herrliche Aussicht auf die saftig grüne Landschaft rund um den Ochsenkopf frei gibt.

Auf markanten Kurven fahren wir in Bischofsgrün ein, dem kleinen Fichtelgebirgszentrum am Nordhang des Ochsenkopfes. Unweit befindet sich die Quelle der Eger. Wie verzaubert in einem dichten, von Sonnenstrahlen durchwirkten Wald plätschert da ein kleines Rinnsal aus dem in Stein gefassten Becken. Nun haben wir die Trasse der Fichtelgebirgsstraße erreicht, einer breiten, sehr gut ausgebauten Hochstraße. Flott geht es hinab in das Goldgräberstädtchen Goldkronach und nach Bad Berneck, das eingebettet zwischen Felshängen, idyllisch im engen Tal der Ölschnitz und des Mains liegt. Dominant wird das Kneippheilbad von einem alten Schlossturm überragt.

Kurvenreich zwängt sich die Straße zwischen dekorativen Fachwerkhäusern und dem malerischen Marktplatz hindurch, und windet sich dann weiter durch das Ölschnitztal nordwärts bis auf die Höhen des Naturparks Fichtelgebirge.

Eine friedliche Atmosphäre prägt die Hochebene. Kleine Landnebenstraßen schlängeln sich über die einsame Landschaft, hier und da hübsche Ortschaften mit den für die östliche Region typischen Bauernhäusern und Scheunen aus schwerem dunklem Holz. Beeindruckend sind die Weite und die Panoramen auf den Großen Waldstein oder den 1.051 Meter hohen Schneeberg mit seinem Mahnmal an den Kalten Krieg, einem Turm der ehemaligen Streitkräfte, von welchem die Amerikaner bis nach Sibirien und in die Mongolei lauschten. Idyllisch hingegen zeigen sich die Orte Weißenstadt über dem Weißenstädter See, Kirchenlamitz und Marktleuthen.

Schon nahe an der Grenze zu Tschechien nimmt die Porzellanstraße einen sehr schönen Verlauf. Hier reihen sich die Porzellan produzierenden Städte aneinander. Von Rehau über Selb führt das romantische Tal der Eger hinab nach Hohenberg a.d.Eger, wo sich mehrere Serpentinen hindurch winden bis zur mächtigen Markgrafenburg. Einen Abstecher sollte man nicht versäumen, nach Thierstein. Und weiter südlich durchforsten wir beherzt die engen Gassen des gewagt an einem Steilhang erbauten Arzberg. Weithin sichtbar in der Weite des Hochlandes überragen die Reste der Burg mit dominantem Bergfried und die Georgskirche den kleinen, denkmalgeschützten Ort. Und nochmals geht es flott entlang der Fichtelgebirgsstraße nach Marktredwitz, das einst mondäne Heilbad Bad Alexandersbad und Wunsiedel. In Leupoldsdorf bei Tröstau kann man durch eine 1810 gepflanzte Kastanienallee zum Schloss früherer Hammerherren einfahren. Hier beginnt ein „Geologisch-Historischer Lehrpfad", an dem eindrucksvolle Zeugnisse der Bergbauvergangenheit wie ein Hammerwerk, Wasserräder und Schmiedehämmer zu sehen sind. Schwungvoll fahren wir von nun zum Wurmlohpass auf 652 Meter, vor unseren Augen die Felsformationen des 945 Meter hohen Bergstocks der Kösseine. Weiter unten liegt das Örtchen Nagel am idyllischen See und dann geht es schon in Richtung des letzten Höhepunktes, in den Naturpark Steinwald. Ein dicht bewaldetes Gebiet, wo sich die Landstraßen kurvenreich durch faszinierende Felsformationen schlängeln.

  • Länge:

    299 km

  • Aufstieg:

    Abstieg:

  • OVL

    GPX

Touristische Informationen

www.tz-fichtelgebirge.de

Routen-Hinweise

Den Motorradfahrer erwarten vielfältige Varianten an Fahrstrecken und Naturerlebnissen. Die Fichtelgebirgsstraße weist als Hauptverbindungstrecke von West nach Ost etwas mehr Verkehr auf, ist aber hervorragend ausgebaut und ideal für zügiges Fahren.

Unvergesslich bleiben die ruhigeren, kurvigen Landstraßen im Hochland und in den Tälern des Fichtelgebirges, insbesondere die aussichtsreiche Panoramastraße. Idyllisch führt am Rande des Fichtelgebirges, entlang der Eger die Porzellanstraße dahin.

> Fichtelgebirgsstraße
> Panoramastraße
> Porzellanstraße

Interessantes

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Nirgendwo in Deutschland ist die Dichte der Porzellanproduktion so hoch wie entlang der Porzellanstraße. Eine einzigartige Verbindung, die nicht nur fahrerisch ein Genuss ist, sondern alles Interessante zum Thema Porzellan auf ihrem Weg präsentiert: Porzellanfabriken, Manufakturen, Ateliers, Spezialmuseen sowie Werksverkäufe.

Seit dem beginn des 19. Jahrhunderts hieß das wirtschaftliche Erfolgsrezept der Fichtelgebirgler „Weißes Gold". In Hohenberg a.d. Eger gründete C.M. Hutschenreuther 1814 die erste Porzellanfabrik in Bayern. Weitere Gründungen folgten, so in Arzberg, in Marktleuthen oder Rosenthal in Selb. Gerade Selb überrascht seine Gäste mit einem beeindruckenden „Erlebnispaket Porzellan". Die Stadt schmückt sich mit Porzellan-Straßenschildern, einem Porzellanbrunnen, einem Glockenspiel aus Porzellan und einem Porzellangässchen, wo man auf 55.000 farbigen Fliesen dieses Materials lustwandeln kann.