Highlights 2021

Das vielfältige Reiseland Franken im Norden Bayerns gilt bei vielen Gästen als „verkleinertes Abbild Deutschlands“. Zu diesem gegebenen Angebot der Reiselandschaften und kultureller wie kulinarischer Historie reihen sich 2021 zusätzlich besondere Themen ein:

Geburtstag über den Baumwipfeln: 50 Jahre Naturpark SteigerwaldEine Liebeserklärung an die Zeit: 800 Jahre AnsbachKlingende Stadt: 100 Jahre Würzburger MozartfestVon Böhmen nach Bamberg: 75 Jahre „Bamberger Symphoniker“Shalom Franken: 1.700 Jahre jüdisches Leben30 Jahre „Main-Tauber-Fränkischer Rad-Achter“200 Jahre Sebastian KneippSchnelligkeit beim Triathlon, Treideln am Ludwig-Donau-Main-Kanal

Geburtstag über den Baumwipfeln: 50 Jahre Naturpark Steigerwald

Baumwipfelpfad (Steigerwald)

Zu den beeindruckenden Waldlandschaften Frankens zählt auch der Steigerwald. Um seinen Schutz kümmert sich seit 50 Jahren der Naturpark Steigerwald e.V.

Anlässlich des 50. Geburtstags stehen besondere Aktionen auf dem Programm, darunter Führungen mit den Naturpark-Rangern. Ganz unmittelbar erlebt man die grünen Welten im „Steigerwald-Zentrum – Nachhaltigkeit erleben“ in Oberschwarzach sowie auf dem „Baumwipfelpfad Steigerwald“ bei Ebrach. Dieser komplett barrierefrei gestaltete Pfad bietet seit fünf Jahren Gelegenheit, den Wald aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Gefeiert wird der Geburtstag des Baumwipfelpfads unter anderem mit einem sommerlichen Familienwochenende.  

www.steigerwald-naturpark.de

Eine Liebeserklärung an die Zeit: 800 Jahre Ansbach

Schlossplatz (Ansbach, Romantisches Franken)

Für Ansbach ist 2021 ein besonderes Jahr, da sich die urkundliche Erwähnung Ansbachs als Stadt zum 800. Mal jährt.

Die dazugehörige Urkunde ist auf den 22. Januar 1221 datiert und wird im Markgrafenmuseum gezeigt. Außerdem bietet das Jubiläumsjahr ein abwechslungsreiches Programm unter dem Motto „Eine Liebeserklärung an die Zeit“. Dazu zählen zum Beispiel der „Kulinarische Kulturfrühling“ (23. bis 30. April 2021) oder die Jubiläumsstadtführung „800 Jahre – 800 Schritte“, die Höhepunkte der einst markgräflichen Residenzstadt miteinander verbindet – darunter die Hofkanzlei, die Kirchen St. Johannis und St. Gumbertus, die Residenz oder der Hofgarten. 

www.ansbach-stadtjubilaeum.de

Klingende Stadt: 100 Jahre Würzburger Mozartfest

Mozartfest (Würzburg, Fränkisches Weinland)

Ein musikalischer Geburtstag steht in Würzburg vom 28. Mai bis 27. Juni 2021 im Kalender.

Seit 100 Jahren bringt das Mozartfest die Stadt zum Klingen. Zum Spielort werden traditionsgemäß die Würzburger Residenz und der stimmungsvoll illuminierte Hofgarten. Zu Gast sind die Musiker außerdem in Weinkellern, Kirchen oder Museen. Das Programm der Jubiläumssaison umfasst ein breites Spektrum: von Opernproduktionen über ein getanztes Mozart-Requiem bis zu einer Ausstellung, die den Blick der bildenden Kunst auf Mozart zeigt.

www.mozartfest.de

Von Böhmen nach Bamberg: 75 Jahre „Bamberger Symphoniker“

Bamberger Symphoniker

Klangvoll feiert 2021 auch Bamberg.

Seit 75 Jahren bestehen die „Bamberger Symphoniker“, die als Orchester von Weltrang den musikalischen Ruf der Stadt weit über Bambergs Grenzen hinaustragen. Die Wurzeln des Orchesters liegen allerdings nicht in Bamberg, sondern in Böhmen: Ehemalige Musiker des Deutschen Philharmonischen Orchesters Prag, die nach dem Kriegsende aus ihrer Heimat geflohen waren, trafen in Bamberg mit Kollegen zusammen. Sie gründeten das „Bamberger Tonkünstlerorchester“, das kurz darauf in „Bamberger Symphoniker“ umbenannt wurde. 1946 gaben sie ihr erstes Konzert – auf dem Spielplan stand Beethoven. Dessen Musik erklingt auch beim Jubiläumskonzert am 18. März 2021. Freuen können sich Musikliebhaber zudem auf Familienkonzerte, auf die „Lange Nacht der Kammermusik“ (29. Mai 2021) und auf das musikalische Sommerfest (24. Juli 2021).

www.bamberger-symphoniker.de

Shalom Franken: 1.700 Jahre jüdisches Leben

Jüdisches Museum (Fürth, Städteregion Nürnberg)

2021 steht in Franken noch ein weiteres Jubiläum im Vordergrund: „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Anlass dafür ist ein Dekret des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321, das er auf eine Anfrage aus Köln hin erließ. Es bestimmte, dass künftig auch Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung berufen werden konnten. Damit gilt es als älteste Urkunde, die die Existenz von Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen belegt. Dieser Jahrestag ist für Franken deshalb so bedeutend, da die jüdische Kultur fast 1.000 Jahre lang im heutigen Urlaubsland lebendig war und dieses – bis zu ihrer fast vollkommenen Vernichtung im Nationalsozialismus – auch maßgeblich prägte: mit großen Gelehrten, fränkisch-jüdischen Dialekten, Stiftungen, Synagogen und über 100 jüdischen Friedhöfen. Auch heute gibt es wieder mehrere jüdische Kultusgemeinden in Franken. Bedeutende Häuser wie das „Jüdische Museum Franken“ in Fürth, das „Museum Shalom Europa“ in Würzburg oder das „Fränkische Schweiz Museum“ in Tüchersfeld sowie Führungen in zahlreichen Städten laden dazu ein, in die Geschichte und Gegenwart der jüdischen Kultur einzutauchen. Möglich machen dies zudem Veranstaltungen wie das „Internationale Klezmer Festival Intermezzo“ in Fürth (12. bis 14. März 2021), das „Jüdische Wochenende“ in Pappenheim (20. bis 22. August 2021) oder die „Jüdische Kulturwoche“ in Rothenburg ob der Tauber (16. bis 24. Oktober 2021).

30 Jahre „Main-Tauber-Fränkischer Rad-Achter“

Radfahrer auf der Tauberbruecke vor dem Rathaus

Für Genießer von Radtouren erfüllt Franken ebenfalls höchste Ansprüche. Das beweist etwa der Radweg „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“, der auf 100 Kilometern zwischen Rothenburg ob der Tauber bis Wertheim am Main mitten hinein in die Geschichte führt.

Im Lieblichen Taubertal feiert 2021 zudem die Route des „Main-Tauber-Fränkischen Rad-Achters“ ihren 30. Geburtstag. Auf einer Länge von insgesamt 610 Kilometern führt er in zwei Ringen von Lauda-Königshofen durch die Urlaubslandschaft und verbindet Abschnitte des „Klassikers“ mit Etappen am Mainufer und Abstechern, die aus dem Haupttal herausführen.

Auch das Liebliche Taubertal selbst gehört zu den Jubilaren: Vor 70 Jahren wurde die Arbeitsgemeinschaft „Liebliches Taubertal“ als Vorgängerin des heutigen Tourismusverbands gegründet. Gefeiert wird dies unter anderem mit einem „Autofreien Sonntag“ für Radler (1. August 2021) und Fahrradausstellungen in verschiedenen Orten.

www.liebliches-taubertal.de

200 Jahre Sebastian Kneipp

Sebastian Kneipp (Bad Berneck, Fichtelgebirge)

Die Verbindung von Gesundheitsanwendungen, Bewegung und einem ausgeglichenen Lebensstil steht 2021 in Franken besonders im Mittelpunkt.

Vor 200 Jahren wurde Sebastian Kneipp geboren, dessen Naturheilverfahren bis heute von großer Aktualität ist. Kneipp-Becken und Kneipp-Anwendungen gehören zum festen Angebot in vielen Heilbädern und Kurorten des „Gesundheitsparks Franken“ – besonders stark vertreten sind sie aber im Kneipp-Heilbad Bad Berneck. Das zeigt sich an der Kneipp-Anlage und auf dem Kneipp-Lehrpfad im Bad Bernecker Kurpark sowie im Kneipp- und Gesundheitshaus „radus“. Letzteres hat zum Beispiel die „Lust auf Kneipp – Wohlfühl- und Gesundheitswoche“ im Angebot, die unter anderem Kräuterbäder, Kneipp-Güsse, Wassertreten und viel Bewegung miteinander kombiniert.

www.bad-berneck.de

Schnelligkeit beim Triathlon, Treideln am Ludwig-Donau-Main-Kanal

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Einen großen sportlichen Höhepunkt in Franken setzt am 4. Juli 2021 der „DATEV Challenge Roth“. Dieser Triathlon ist weltbekannt, gehen hier doch die absoluten Spitzensportler der Disziplin an den Start. 2021 werden hier gleichzeitig auch die Europameister und Deutschen Meister im Langdistanz-Triathlon gekürt. Die erste Herausforderung, der sich die Triathleten stellen, ist die 3,8 Kilometer lange Schwimmdistanz im Main-Donau-Kanal.

Dessen Vorgänger, der historische Ludwig-Donau-Main-Kanal, gehört 2021 ebenfalls zu den fränkischen Geburtstagskindern. Vor 175 Jahren wurde diese Wasserstraße, ein Herzensprojekt des bayerischen Königs Ludwig I., offiziell eröffnet. Auf einer Länge von 173 Kilometern verbindet er Kelheim an der Donau und Bamberg am Main – ein zu seiner Zeit beachtlicher Transportweg mit 100 Schleusen, rund 100 Brücken, 69 Schleusenwärterhäuschen, sieben Kanalhäfen und zehn Brückkanälen. Allerdings waren dem Ludwig-Donau-Main-Kanal nur wenige wirtschaftlich rentable Jahrzehnte beschienen, da ihm die Eisenbahn den Rang ablief. Die Teile des Kanals, die noch erhalten sind, stehen heute unter Denkmalschutz und bilden die Kulisse für Radler, die zum Beispiel auf dem „Fünf-Flüsse-Radweg“ unterwegs sind, oder für die Fahrgäste des Treidelschiffs „Elfriede“.