Regionale Touren
  • Länge:

    244 km

  • Aufstieg:

    Abstieg:

  • OVL

    GPX

Tour Obermain•Jura / Coburg.Rennsteig

Verführerische Vielfalt zwischen Flusstälern und Hügellandschaften!

Vielfalt und Kontraste prägen die Tour durch die Regionen Obermain•Jura / Coburg.Rennsteig: eine sanfte Natur mit ruhigen Landstraßen in weiter hügeliger Landschaft, weitflächige Tallandschaften wie am Main und an der Itz, Mittelgebirgszüge mit kurvigen Landsträßchen und hinreißenden Panoramen, historische Kleinstädte mit typisch fränkischen Ortsbildern und eine reizvolle Kultur rund um Coburg und Main.

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Die Regionen Obermain•Jura / Coburg.Rennsteig sind eine gelungene Mischung für alle, die es abwechslungsreich mögen und viele kleine Highlights entdecken möchten. Zudem bieten die Genussregionen die höchste Dichte an Metzgereien, Bäckereien und Brauereien.

Die karolingische Gründung Burgkunstadt und das Pendant Altenkunstadt sind Start dieser außergewöhnlich abwechslungsreichen Tour. Gleich zu Beginn lohnt ab dem hübschen Fachwerkstädtchen Weismain ein Abstecher in das idyllische Kleinziegenfelder Tal, bevor es nach Mainleus weitergeht, wo in der Nähe, unterhalb des Schlosses Steinhausen, von tief hängenden Büschen verdeckt, der Rote Main und der Weiße Main zusammenfließen. Dies ist Kilometer 0 des Mains, an dieser Stelle noch ein lauschiger Fluss, der sich westwärts in mäandernden Bögen durch ein weites grünes Tal am Nordrand der Fränkischen Alb schlängelt. Folgen wir seinem Lauf. Zahlreiche Kleinstädte mit schönem historischem Stadtbild sind an seinen Ufern platziert.

Bei Lichtenfels weitet sich das Maintal und macht einen Bogen nach Süden. Beidseits des Flusses führen malerisch gelegene Landstraßen die Hänge entlang, sehr schön zu fahren mit ihren sanften Kurven, bieten sie immer wieder reizvolle Ausblicke. Ein Genuss durch diesen kunst- und kulturträchtigen Landstrich zu touren, den so genannten „Gottesgarten am Obermain", der viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat wie Kloster Banz und die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen. Exponiert thronen die mächtigen Klosterkirchen über dem Maintal. Unweit sticht ein schroffer Kalkfelsen aus der sonst lieblichen Mainlandschaft heraus, der 539 m hohe Staffelberg, auf dessen Felsplateau schon die Kelten eine befestigte Siedlung errichteten. Und unterhalb liegt das schmucke Städtchen Bad Staffelstein, einst Geburtsort des großen deutschen Rechenmeisters Adam Ries, heute bekannt für Bayerns stärkste und wärmste Thermalsole.

Ab hier durchfließt der Main in zahlreichen Flussschlingen eine Auenlandschaft. Entlang der Burgenstraße folgen wir dem Flusslauf, um dann in den Itzgrund hinüberzuwechseln. Eine neue Szenerie. Ruhige Landstraßen führen uns durch die sanfte Natur entlang der Itz, durch ein weites grünes Tal.

Wir passieren malerische, geschichtsträchtige Dörfer mit schönen fränkischen Fachwerkhäusern und historischen Gasthöfen, und erreichen schließlich, die alte Rodachbrücke und einen Torturm passierend, das kleine Highlight Seßlach. Ein fränkisches Bilderbuchstädtchen, bei dessen Anblick jeder ins Schwärmen geraten wird, die mittelalterliche Idylle hat ihm immerhin den Namen „Rothenburg Oberfrankens" eingebracht.

Wir ziehen entlang des Flüsschens Rodach bis Bad Rodach, das schon an der Grenze zu Thüringen liegt. Ein hübsches kleines Altstadtensemble mit Fachwerkhäusern und Jagdschloss ziert den Ort. Szenenwechsel: Richtung Osten bringen uns gewundene Landstraßen über die „Langen Berge", hinauf zur Senningshöhe und Mirsdorfer Höhe. Einen herrlichen Panoramablick genießt man dort auf das Rodachtal, um schließlich kurvenreich ins Lautertal hinabzuschwingen. Eine wahre Berglandschaft mit prächtigen Auf- und Abfahrten empfängt uns entlang der Ausläufer des Thüringer Waldes. Nun erreichen wir aufs Neue die Itz und mit ihr den Stausee Froschgrundsee. Imposant wird das blau schimmernde Gewässer, Teil eines beschaulichen Naturerholungsgebietes, von einer gigantischen Stahlbetonbogenbrücke überspannt.

Sanft und malerisch geht die Tour weiter, vorbei an Hügeln und weiten Flusstälern in der Region rund um die Gemeinde Rödental und die Residenzstadt Coburg. So reichhaltig bestückt mit Schlössern und Adelssitzen (vor allem der Coburger Herzogsfamilie von Sachsen-Coburg und Gotha), dass man oft die Qual der Wahl hat, für welchen Besichtigungsstopp man sich entscheiden soll. Schon allein die Anfahrten zu den Sehenswürdigkeiten sind meisterhaft. Wie die Alleenstraße, die durch weitflächige Parkanlagen zum romantischen Schloss Rosenau führt. Oder die kurvenreiche Bergauffahrt zur Veste Coburg, deren malerische Silhouette schon von Ferne zu sehen ist; von dort kann man das Panorama über die Umgebung bis zu Schloss Callenberg in sich aufnehmen.

Routen Hinweise

So vielfältig wie die Landschaftsgebiete, so spannungsreich gestalten sich auch die Fahrstrecken. Es ist alles dabei was das Motorradfahrerherz begehrt. Die Straßen im Maintal sind breit und zügig zu fahren. Itzgrund und Rodachtal glänzen mit ruhigen, sanft gekurvten Landstraßen und im Norden des Coburger Landes kann man sich auf bergigen Serpentinenstraßen austoben.

> Weites Maintal
> Idyllischer Itzgrund
> Über die Mittelgebirgslandschaft „Lange Berge"
> Beleuchtete A73-Brücke bei Kösten als Rahmen für Maintalblick

Interessantes

Glanz und Gloria im Coburger Land

Wer große Adelsgeschichte schnuppern möchte, der wird sich in diesen Landstrich verlieben. Eng an eng stehen sie da, die herrschaftlichen Schlösser und Adelssitze insbesondere der Coburger Herzogsfamilie von Sachsen-Coburg und Gotha, die seit dem 19. Jahrhundert dank geschickter Heiratspolitik mit dem gesamten europäischen Hochadel verwandt ist.

Der wohl bekannteste Vertreter dieser Familie ist Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, der Gemahl der britischen Königin Victoria. Sein Ge-burtsort ist das romantische Schloss Rosenau in Rödental. Malerisch ist das neogotische Schloss Callenberg, das Sommerschloss der Coburger Herzöge, in dem auch Königin Victoria weilte. Coburg selbst strahlt bis heute viel vom Flair einer Residenzstadt aus. Die Veste und Schloss Ehrenburg sind die architektonischen Glanzlichter. Doch auch kleinere Anwesen sollte man sich nicht entgehen lassen wie das Renaissanceschloss Ahorn bei Coburg, die Schlossruine der Lauterburg oder das mittelalterliche Benediktinerkloster Mönchröden in der Gemeinde Rödental.