Regionale Touren
  • Länge:

    146 km

  • Aufstieg:

    Abstieg:

  • OVL

    GPX

Tour Fränkisches Weinland

Die Genießertour durch Frankens sonniges Weinland!

Das Fränkische Weinland ist eine der reizvollsten Regionen Frankens, von mildem Klima und Sonne verwöhnt. Es bezaubert nicht nur durch die meisterhaft angelegten Weinberge, sondern auch durch seine Winzerstädtchen mit den bunten Fachwerkhäusern und erstaunlich gut erhaltenen Stadtmauern und Türmen.

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Untrennbar ist die Region mit dem Main verbunden. Dieser zwischen seinem Zusammenfluss bei Kulmbach und seiner Mündung in den Rhein 524 Kilometer lange Fluss bildet den Mittelpunkt und die Lebensader des Weinlandes. Die Kelten gaben ihm den Namen „Moin“, was soviel bedeutet wie „vorbeiziehen“. Welch ein prägnanter Begriff gerade für Motorradfahrer. Denn zum Vorbeiziehen lädt der Main ein, entlang seiner weit ausgreifenden Schleifen, vorbei an einer ausgeprägten Kulturlandschaft, an viel Kunst, Sonne und Wein - was will man mehr?

Immer entlang des Mains – Zwischen Wasser und Wein

Südlich von Schweinfurt beginnt das so genannte Maindreieck, das Herzstück des Fränkischen Weinlandes. Ein großer Teil der Anbaufläche des Weinbaugebietes Franken befindet sich unmittelbar in diesem idyllischen Landstrich. Wir ziehen vorbei an romantischen Winzerorten, die sich wie eine Kette am Main entlang aufreihen. Der Fluss ist ein Paradies für Ausflügler und Wassersportler. Ausflugsdampfer durchqueren das Wasser und mangels Brücken verbinden alle paar Kilometer Fähren die beiden Mainufer. Flott geht es auf diese Art hinüber, kaum hat man sein Motorrad abgestellt und einen kleinen Obolus bezahlt, schon ist die Fähre auf der anderen Seite gelandet.

Die großen Bundesstraßen lassen sich meiden und so schlängeln wir uns, dem Flusslauf folgend auf kleinen Landstraßen, vorbei an den flachen, mit hellgrün leuchtendem Wein übersäten Hängen. Sehr ästhetisch, ja geradezu grafisch sind die Rebstöcke in gleichmäßigenn Reihen angepflanzt und geben der Landschaft einen künstlerischen Touch. Passend zu Mainfranken, das doch als eine der kunsthistorisch bedeutendsten Regionen gilt. So kommen wir durch Städte und Dörfer, die nicht nur für bekannte Weine stehen wie Volkach, Nordheim a.Main, Sommerach, Dettelbach, Sommerhausen oder Randersacker sondern auch lebhaft an die Vergangenheit erinnern: Trutzige Mauerringe, Türme, Stadttore und fröhliche Fachwerkhäuser zeugen vom Mittelalter.

Das ursprüngliche Sulzfeld a.Main versteckt sich hinter einer vollständigen Ringmauer mit Türmchen, und mauerbewehrt wie eh und je präsentiert sich das „Städtchen im Harnisch“, Ochsenfurt an der Südspitze des Maindreiecks.

Und schließlich die Residenzstadt Würzburg, deren überschwänglich barocke Bauten von der Lebensfreude ihrer Bischöfe zeugen. Von der Alten Mainbrücke aus lassen wir uns zumindest als Fußgänger vom prachtvollen Panorama der Stadt überzeugen. Hoch über dem Main, oberhalb eines steilen Weinbergs thront die Festung Marienberg beherrschend und beeindruckend über der Stadt.

Ab Würzburg zieht der Main nach Norden, die Landschaft verändert sich, denn es geht auf den Spessart zu. In weiten Mäandern folgt die Landstraße dem Fluss, der nun von hohen und waldreichen Hängen eingefasst wird. Doch bevor sich der Main in den dunklen Tiefen des Spessarts verliert, überrascht uns noch das Städtchen Karlstadt. Es heißt, es weise das wohl schönste Stadtbild Weinfrankens auf. Direkt an die Mainuferpromenade schließt sich eine von spitzen Türmen unterbrochene Stadtmauer an, dahinter sieht man Häuserfassaden und am gegenüberliegenden Mainufer thront auf einem hohen, bewaldeten Kalksteinfelsen die mächtige Ruine Karlsburg. Hier macht es Spaß, durch die schmucken Altstadtgassen mit den hübschen Fachwerkhäusern zu schlendern.

Bocksbeutel-Weinland

„Fränkisches Weinland“ lautet die Bezeichnung für die Landschaft zwischen Rhön und Taubertal, Spessart und Steigerwald. Der Weinanbau im Maingebiet begann schon mit der Christianisierung Frankens. Zunächst waren es nur die Mönche, welche mit ihren Füßen die Trauben zerstampften, später ging der Weinanbau auf die Städte über.

Auf dem Muschelkalk des Maindreiecks rund um Würzburg und Volkach gedeihen vor allem Silvaner und Müller-Thurgau. Die fränkischen Weine sind handverlesen, da sich die steilen Hänge nicht für Maschinen eignen. Das bürgt für Qualität, denn schon am Rebstock erfolgt eine gründliche Selektion.

Das Markenzeichen der Frankenweine ist der Bocksbeutel. Ausgeschenkt wird der offene Wein traditionell als Schoppen (0,25l). In den Frühjahr-und Sommermonaten finden in den Winzerorten an den Wochenenden zahlreiche Weinfeste statt und die Städtchen bieten zudem sachkundige Exkursionen in die Weinberge und geführte Wanderungen an.

Touristische Informationen

www.fraenkisches-weinland.de

Routen Hinweise

So wie der Main sich durch die Landschaft schlängelt, so gestalten sich auch die Fahrstrecken. In meisten Teilen folgen breite, bestens ausgebaute Bundesstraßen dem Flusslauf. Es lohnt sich jedoch auf die meist auf der gegenüber liegenden Flussseite gelegenen kleinen Landnebenstraßen auszuweichen. Hier ist die Verkehrsdichte geringer und es lässt sich entspannt durch die Natur touren. Fahrerisch besonders reizvoll ist die Volkacher Mainschleife, wo man auf schmalen Straßen durch die Weinberge kurven kann.

Interessantes

Ein Abstecher zur Kirchenburg

Einen kleinen Abstecher, weg vom Main, sollte man sich nicht entgehen lassen. Zu den zauberhaften Orten, Rödelsee und Iphofen. Fränkische Städte wie aus dem Bilderbuch mit Ringmauern, traditionellen Häusern und engen, gepflasterten Gassen.

Umgeben von Weinbergen, haben insbesondere die Weine aus Iphofen einen hervorragenden Ruf. Doch ein besonderes Highlight befindet sich weiter südlich: Die Kirchenburg in Mönchsondheim. Die befestigte Anlage aus dem 15. Jahrhundert beherbergt in Landwirtschaftsräumen und Kellern das „Fränkische Bauern- und Handwerkermuseum". Auch außerhalb der Kirchenburg gibt es viel zu entdecken, denn Mönchsondheim gilt als „bewohntes" Museumsdorf".