Frankentourismus

Frankens Mitte erleben

Sonnige Hügel und idyllische Täler, trutzige Burgen und Fachwekromantik.

Der „Dreifrankenstein“, ein 280 Zentimeter hoher Findling aus Muschelkalk markiert den Schnittpunkt der drei fränkischen Regierungsbezirke. Deren Wappen sind in den markant geformten Stein eingehauen. Dort oben auf einer Anhöhe mitten im Steigerwald, südwestlich von Schlüsselfeld in Oberfranken, nordwestlich von Burghaslach in Mittelfranken und östlich von Geiselwind in Unterfranken, wohin uns ein bemerkenswert schmales Sträßchen hinaufführt, beginnt unsere Tour mit einem einzigartigen Blick über die bewaldete Landschaft.

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Auf sonnigen Landstraßen zur Fachwerkromantik

Hier im Südwesten des Steigerwaldes finden wir das Weinparadies Franken. Sonnenbeschienene und trockene Südwesthänge verleihen dieser fränkischen Weinlandschaft ihren ausgezeichneten Ruf. Steil erheben sie sich aus weiten Ebenen. Kurvig führen uns die kleinen Landsträßchen über diese sanft gewellte Landschaft. Auf und ab schwingen wir über die Höhenzüge, die uns prächtige Panoramen über die Weite der Region genießen lassen. Vorbei geht es an Winzerhöfen, Gehöften mit kleinen Schlösschen und historischen Orten wie Castell oder Iphofen im Fränkischen Weinland, die uns auch die Bedeutung der Region als Kulturlandschaft vergegenwärtigen.

Wir nähern uns den Orten Markt Nordheim, Ipsheim und Bad Windsheim. Südlich davon sieht man schon aus der Ferne unser nächstes Highlight, den ansteigenden Bergsattel des Naturparks Frankenhöhe. Gewunden schraubt sich eine Serpentinenstraße den Höhenzug hinauf, wo uns nun traumhaft ruhige Landstraßen in stiller Natur erwarten. Wie der Steigerwald ist die Frankenhöhe ein besonders sonnenreiches Gebiet. So ziehen wir über die hügelige Hochfläche, vorbei an kleinen Weilern und alten typisch mittelfränkischen Ortschaften mit hübschen Fachwerkhäusern. Und immer wieder faszinierende Burgen wie Virnsberg oder Colmberg, die der Region Romantisches Franken ihren Namen gegeben haben.

Zu diesen Sehenswürdigkeiten gehört auch die gotische Zisterzienserabtei in Heilsbronn, eine Gründung des Klosters Ebrach im Steigerwald. Von hier aus folgen wir dem Weg entlang des Flüsschens Schwabach bis zur historischen Goldschlägerstadt Schwabach. Hier spürt man den Einzugsbereich der Städteregion Nürnberg, die uns zu einem Besuch der Städte Nürnberg, Erlangen, Fürth und Schwabach einlädt. Kleine Landstraßen leiten uns nun geruhsam durch den Rednitzgrund und das idyllische Tal der Schwarzach bis zum alten Brückkanal bei Schwarzenbruck, wo der Ludwig-Donau-Main-Kanal aus der Mitte des 19. Jahrhunderts über die Schwarzachklamm geführt wird.

Kurvenreicher Fahrspaß zwischen bizarren Felsen

Hier erwartet uns die Frankenalb, die sich bis heute ihre Kulturlandschaft erhalten hat. Ruhige Landstraßen schlängeln sich über das hügelige Land. Wir ziehen vorbei an Gehöften, Dorfangern und zauberhaften Orten wie Burgthann mit seiner beeindruckenden Burganlage, Altdorf und Alfeld inmitten der Naturlandschaft der Hersbrucker Alb. In der Nähe von Hersbruck erreichen wir das Pegnitztal und nun wird es richtig spannend. Hier im Veldensteiner Forst gibt sich die Frankenalb als Mittelgebirgslandschaft mit markanten Karstgebilden und tief eingeschnittenen Flusstälern. Herrlich schwingen lässt es sich auf den kurvenreichen Landstraßen, die sich durch das enge Pegnitz- und das saftig grüne Hirschbachtal winden. Skurrile Felsformationen und immer wieder Burgen, trutzig und hoch über den Tälern errichtet, sind faszinierende Blickobjekte und bereichern die Fahrt.

Zügig geht es nun weiter nach Betzenstein in der Fränkischen Schweiz, wo wir Oberfranken betreten. Bizarre Felsformationen begrüßen uns, steil aufragende dolomitisierte Kalksteine, welche für die Region so charakteristisch sind. Und schon sind wir mittendrin in der Vielfalt an Natur- und Kulturschönheiten dieser einzigartigen Region. Kurvig schwingen wir durch die wildromantischen, von Steilfelsen eng umschlossenen Täler der Püttlach und der Wiesent. Unsere Fahrt entlang der Burgenstraße wird gesäumt von Burgen wie in Pottenstein oder in Gößweinstein; auf dem Hochland bezaubern Burg Aufseß und Burg Greifenstein.

Aussichtsreiches Auf und Ab

Von der hügeligen Landschaft der Fränkischen Schweiz wechseln wir nun in den östlichen Teil des Steigerwaldes. Gemächlich passieren wir den Aischgrund, wo Teich an Teich in der Sonne glitzert, um dann über Schloss Weißenstein in Pommersfelden Richtung Norden zu cruisen um den nördlichen Steigerwald zu erleben. Ab Eltmann, einem idyllisch am Main gelegenen Städtchen, erwartet uns zum Abschluss eines der großen Highlights der fränkischen Region, die Steigerwald-Höhenstraße. Eine Traumroute, die den gesamten Steigerwald durchzieht. Hochgefühle erleben heißt es hier bei kurvenreichen Auf- und Abfahrten, auf Talpassagen und aussichtsreichen Höhenstrecken, bis wir uns wieder bei Geiselwind einfinden. Dort, wo in einem stillen Wäldchen, nach einem kurzen Fußmarsch zu erreichen, der alte Dreifrankenstein ruht, eine Sandsteinsäule, die 1892 gesetzt worden war und den Schnittpunkt der drei fränkischen Regierungsbezirke bis zur Gebietsreform 1972 markiert.


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