Franken blüht auf -
Die Höhepunkte 2012 im Urlaubsland
"Der Franken-Reporter" Nr. 698 vom 16.12.2011Jahr der Kunst in Nürnberg / 1.000 Jahre Bamberger Kaiserdom / Landesgartenschau in Bamberg / Parks & Gärten: Frankens Paradiese / Stimmungsvolles Ambiente trifft hochkarätige Musik beim Musikzauber Franken / Neue Traumstrecke für Radler: der „tauber altmühl radweg“ / Wandern auf den Spuren der Kelten / Wohlfühlwelten im Gesundheitspark Franken / Franken für Feinschmecker
Große Kunst und kleine Genussmomente, blühende Paradiese, Geschichte voller Leben und neue Genussstrecken für Radler und Wanderer: Das Jahr 2012 steckt in Franken voller eindrucksvoller, bezaubernder und amüsanter Höhepunkte.
Überraschende Begegnungen mit dem jungen Dürer
2012 steht Nürnberg ganz im Zeichen Albrecht Dürers. Damit widmet sich Nürnberg nicht nur einem der berühmtesten Söhne der Stadt, sondern auch einem der bedeutendsten Maler Deutschlands. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das Germanische Nationalmuseum (GNM) mit der Ausstellung „Der frühe Dürer“ (24. Mai bis 2. September 2012). Mit rund 200 Originalwerken Dürers – darunter das Porträt von Dürers Mutter als ältestem bekannten Dürer-Gemälde – ist sie die größte Dürer-Ausstellung seit 40 Jahren in Deutschland. Sie schafft ganz neue Zugänge zu diesem Künstler – unter anderem durch das „Dürer-Labor“, das einen Einblick in die Arbeitsweise von Kunsthistorikern gewährt (www.gnm.de/der-fruehe-duerer).
Doch Dürers Vermächtnis ist auch außerhalb des GNM deutlich spürbar. Das merkt man, wenn man etwa auf dem „Dürer-Weg“ in die Fußstapfen des Meisters tritt. Er beginnt am GNM und führt quer durch die Nürnberger Altstadt bis zum Albrecht-Dürer-Haus in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kaiserburg. Ausgerüstet mit einem Mini-Computer erschließt sich in Bild und Ton, wie Dürer mit der Stadt, ihrer Architektur, ihrer Kunst und ihrer Geschichte verbunden ist. Wer am Dürer-Haus angekommen ist, sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Das Haus, in dem die Dürers von 1509 an lebten, wurde inhaltlich neu konzeptioniert: Unter anderem präsentiert eine neue Medienstation 43 ausgewählte Werke aus Dürers 43 Schaffensjahren und der neue Dürersaal zeigt die wichtigsten Gemälde Dürers in historischen Kopien (www.museen.nuernberg.de/duererhaus).
Im Nürnberger „Jahr der Kunst“ steht aber noch ein weiterer Höhepunkt an: der 350. Geburtstag der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste und damit der ältesten Kunstakademie Deutschlands. Dieses Jubiläum wird mit besonderen Ausstellungen im Stadtmuseum Fembohaus und im Neuen Museum gefeiert. Auch der Kunstwettbewerb der „Blauen Nacht“, Nürnbergs beliebter Nacht der Kunst und Kultur mit ihren eindrucksvollen Lichtinstallationen (19. Mai 2012), ist in diesem Jahr ganz den Studenten der Akademie vorbehalten (www.jahr-der-kunst.de).
Bamberg feiert doppelt: Domjubiläum und Landesgartenschau
In Bamberg führt ein großes Jubiläum 1.000 Jahre zu einem bedeutenden Tag für die UNESCO-Welterbestadt zurück: Am 6. Mai des Jahres 1012 und damit an seinem Geburtstag lässt König Heinrich II., späterer deutscher Kaiser, in einer großartigen Zeremonie den Bamberger Dom weihen. Auch 1.000 Jahre später ist er mit seinen vier über 70 Meter hohen Türmen noch das Wahrzeichen der Stadt. Kunstschätze wie die Figur des „Bamberger Reiters“, das Doppelgrab des heilig gesprochenen Ehepaars Heinrich und Kunigunde und das einzige erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen machen ihn zu einem wichtigen Bestandteil des Weltkulturerbes. Die ganze Geschichte des Bauwerks zeigt vom 4. Mai bis 31. Oktober 2012 die Sonderausstellung „Dem Himmel entgegen – 1000 Jahre Kaiserdom Bamberg 1012-2012“ im Diözesanmuseum. Sie schlägt nicht nur einen interaktiven Bogen von der Baugeschichte des Doms zu seiner sakralen Bedeutung, sondern ermöglicht auch den Zugang zu sonst nicht öffentlichen Orten im Dom. Viele Feste, Führungen und Aktionen machen den Dom das ganze Jahr über zum Jubiläumsort. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das Heinrichsfest vom 6. bis 8. Juli 2012 (www.dem-himmel-entgegen.de,www.bamberg.info).
Für den zweiten Bamberger Höhepunkt führt der Weg vom Domberg hinab auf das sogenannte ERBA-Gelände, das bis vor kurzem noch das aufgelassene Areal einer ehemaligen Baumwollspinnerei war. Vom 26. April bis 7. Oktober aber ist es Schauplatz der Landesgartenschau 2012, bei der Bamberg grüne Farbe bekennt: Für die Landesgartenschau verwandelt sich das Gelände in eine blühende und grünende Pracht. 400 Bäume, 5.500 Sträucher sowie 50.000 Stauden und Bodendecker wurden dafür bereits gepflanzt. Eingerahmt von Regnitz und Main-Donau-Kanal bietet die ehemalige Industriebrache Raum für außergewöhnliche Themengärten, Naturgenuss und Spaß: Für kleine Besucher wurden fantasievolle Spielplätze mit der Kinderbuchfigur Sams gestaltet, für die Erwachsenen bieten die Bühnen der Landesgartenschau Musik, Kino, Lichtinszenierungen und mehr. Die Ausstellung folgt dabei übrigens einem roten Faden – und das ist auch wörtlich zu nehmen. Wie von einer Spindel abgewickelt führt eine Linie aus Cortenstahl mitten hinein ins Grüne, in dem geometrische Formen herrschen: ein Tribut an die ehemalige Baumwollspinnerei und die Struktur von Bauwollfasern.
Auch außerhalb des ERBA-Geländes enden die Entdeckungen für Gartenliebhaber nicht: Uferwege verbinden den Park mit der historischen Altstadt; die Gärtnerstadt erzählt unter anderem im Gärtner- und Häckermuseum und auf einem neuen Rundweg mit Aussichtsplattformen Geschichten aus der langen Gartenbautradition der Bamberger, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Am Kloster St. Michael wurde zu Ehren der Landesgartenschau mit Silvanerreben der Weinbau wiederbelebt (www.bamberg2012.de,www.bamberg.info).
Wegweiser zu grünen Paradiesen
Die Landesgartenschau in Bamberg ist ein blühender Jahreshöhepunkt 2012, doch auch in den anderen fränkischen Städten laden Parks und Gärten zu Streifzügen ins Grüne ein. Prachtvolle Lustgärten aus Barock und Rokoko erzählen von mächtigen Fürsten, Prunk liebenden Fürstbischöfen und reichen Kaufleuten; in botanischen Gärten warten faszinierende Entdeckungen. Den Weg zu diesen kleinen und großen, berühmten und verborgenen grünen Oasen weist die neue Broschüre „Parks & Gärten. Frankens Paradiese” des Tourismusverbands Franken, die in enger fachlicher Zusammenarbeit mit dem Gartenbauzentrum Nord in Kitzingen entsteht (kostenlos erhältlich ab Januar 2012). Auf rund 160 Seiten und zusammen mit einer eigenen Website macht sie mit ausführlichen Garteninformationen Lust auf eine Entdeckungsreise zur grünen Vielfalt Frankens (Online ab Januar 2012 unterwww.frankens-paradiese.de).
Gärten und alte Mauern werden zu Konzertsälen
Besonders im Sommer laden die Parks und Gärten zu zauberhaften Stunden ein: Vielerorts bilden sie den Rahmen für unvergessliche Konzerterlebnisse. So wird zum Beispiel im Rahmen des bekannten Mozartfests jedes Jahr der Hofgarten der barocken Residenz zum schönsten Konzertsaal Würzburgs (1. Juni bis 1. Juli 2012, www.mozartfest-wuerzburg.de). In Aschaffenburg füllt sich der im englischen Stil angelegte Landschaftsgarten Schönbusch im Sommer mit Musikklängen: Die Schönbusch-Serenaden verheißen Genießerstunden (17. Mai, 9. Juni und 15. September 2012, www.info-aschaffenburg.de). Doch nicht nur Parks und Gärten werden in Franken zu Konzertsälen, auch in den Prunksälen barocker Schlösser, in der stimmungsvollen Atmosphäre altehrwürdiger Kirchen, auf Burgen und sogar in Fabrikhallen und ehemaligen Bädern erklingt Musik. Wo sich hervorragende Musik – von Klassik über Historisches und Kirchenmusik bis hin zu Weltmusik, Jazz und Blues – mit einem einzigartigen Ambiente verbindet, warten zauberhafte Erlebnisse auf alle Musikliebhaber. Diese besonderen Veranstaltungen tragen nach einer Prüfung von einer strengen Jury das Siegel des „Musikzaubers Franken“. Die gleichnamige Broschüre des Tourismusverbands Franken weist den Weg zu Musikhöhepunkten von Januar bis Dezember 2012 (www.frankentourismus.de/musikzauber-franken).
Bayernausstellung „Franken Bollwerke“
Frankens Burgen rücken 2012 zudem besonders in den Mittelpunkt – dank der Bayernausstellung „Frankens Bollwerke“ auf der Festung Rosenberg in Kronach. Vom 16. Mai bis 21. Oktober 2012 erwecken mit dieser Ausstellung das Haus der Bayerischen Geschichte und die Stadt Kronach ein Stück wehrhafter fränkischer Geschichte zum Leben. Als einer der am besten erhaltenen Festungsanlagen in Deutschland ist die Festung Rosenberg der ideale Rahmen für die Ausstellung, die unter anderem mit vielen Aktivstationen sowohl Kriegszeiten und Belagerungen als auch den Alltag der Soldaten, der Handwerker und ihrer Familien thematisiert (www.kronach.de,www.hdbg.de).
Flusslandschaften für Genussradler
Das Zusammenspiel von faszinierender Geschichte, Kultur und herrlichen Landschaften macht den Charme des Urlaubslands Franken aus. Der lässt sich am besten auf aktivem Wege entdecken, zum Beispiel auf einem der hervorragend ausgebauten Radwege. Paradestrecken für Genussradler sind die Routen am Flussufer, allen voran der „Main-Radweg“, der vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub als erster deutscher Radweg mit der Höchstwertung von fünf Sternen ausgezeichnet wurde (www.mainradweg.com).
Mit dem Radweg „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“ führt eine weitere fränkische Fünf-Sterne-Strecke von Wertheim nach Rothenburg o.d. Tauber. Wer nach den 100 entspannten Kilometern durch die Weinbergslandschaft entlang der Tauber erst richtig Lust bekommen hat aufs Radeln, für den geht die Tour jetzt in die Verlängerung: 2012 starten Flussgenießer auf dem neuen „tauber altmühl radweg“ richtig durch. Er beginnt am Main in Wertheim auf der Strecke des Radwegs „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“. Ab Rothenburg o.d. Tauber geht es durchs Romantische Franken zur Quelle der Altmühl. Diesem ruhigen Fluss folgen die Radler weiter ins Fränkische Seenland mit seinen sieben Badeseen. Dort stößt die Tour in Gunzenhausen am Altmühlsee auf den Altmühltal-Radweg. Auf dieser beliebten Strecke radelt man immer am Flussufer entlang durch den Naturpark Altmühltal mit seinen eindrucksvollen Felsen und charmanten Städten bis zum Main-Donau-Kanal und weiter nach Kelheim, wo die Tour mit einer Fahrt auf der Donau durch die „Weltenburger Enge“ einen fulminanten Abschluss findet (www.tauber-altmuehl-radweg.de,www.frankentourismus.de/radfahren).
Den geheimnisvollen Kelten auf der Spur
Genauso nah wie beim Radeln kommt man Frankens Natur und Geschichte zu Fuß. Wanderer haben die Wahl zwischen zwölf zertifizierten Fernwanderwegen sowie zahlreichen weiteren Themen- und Ortsrouten, die zu einzigartigen Naturschauspielen, entdeckenswerten Städten und Städtchen und – typisch für Franken – auch immer wieder zu genussvollen kulinarischen Zwischenstopps führen (www.frankentourismus.de/wandern). Neben dem Naturerlebnis taucht man auf einigen Touren auch tief ein in die fränkische Geschichte – zum Beispiel auf dem „Kelten-Erlebnisweg“. Zwischen Meiningen in Thüringen und Bad Windsheim in Franken folgen Wanderer auf 200 Kilometern den Spuren des geheimnisvollen vorgeschichtlichen Volks. Zwischen Kultorten und keltischen Siedlungsresten führt die Strecke durch urwüchsige Wälder und idyllische Weinberge. In spannenden Museen erfährt man zum Beispiel, dass die Kelten die fortschrittlichsten Handwerker ihrer Zeit waren und ihre Waren besonders gern gegen Wein eintauschten. Nach dem Museumsbesuch entdeckt man entlang der Strecke Hinweise auf die Kelten, wo man sie nie vermutet hätte – zum Beispiel in den typisch fränkischen Fachwerkhäusern oder im Schmuckdesign so manches Kunsthandwerkers.
Wandern mit Seeblick
Damit ist das Angebot an hervorragenden naturnahen und erlebnisreichen Wegen in Franken aber keineswegs zu Ende – und ständig kommen noch weitere Strecken hinzu. Ganz neu ist zum Beispiel der 148 Kilometer lange Wanderweg „Der Seenländer“. Auf dieser abwechslungsreichen Rundstrecke durch das Fränkische Seenland ist man unterwegs durch Hopfengärten, historische Städte und erlebt Naturschauspiele wie das „Schnittlinger Loch” – gekrönt von wunderbaren Seeblicken (www.fraenkisches-seenland.de/wandern).
Wellness zwischen weltoffen und original fränkisch
Nach einer langen Wanderung oder Radtour tut nichts so gut wie ein Bad im wohlig warmen Wasser einer fränkischen Therme. Heiße Quellen, Sole, Naturmoor und Heilklima sind die natürlichen Zutaten für Genesung, Entspannung und Wohlbefinden in Franken. Die besten Adressen für die Kur oder den Urlaub vom Alltag vereint der Gesundheitspark Franken: 17 Heilbäder und Kurorte haben sich unter diesem Namen zusammengeschlossen. Jüngstes Mitglied im Gesundheitspark Franken ist der Kurort Weißenstadt. Erst 2007 wurde hier direkt am Weißenstädter See ein hochmodernes Kurzentrum eröffnet. Ein Schwerpunkt ist die Radontherapie – das wertvolle Edelgas sprudelt reichlich aus den Quellen rund um den Ort im Fichtelgebirge.
Für die Gesundheit, aber auch für Wellness und Beauty kennt man im Gesundheitspark Franken viele Rezepte. Dabei genießt man zum Beispiel einen Hauch von „1.001 Nacht“ in der „FrankenTherme“ in Bad Königshofen oder begibt sich in der „Spessart Therme“ in Bad Soden-Salmünster auf eine „Indocéane Entdeckungsreise“ durch die Wellness-Welt. Verwöhnprogramme müssen aber nicht exotisch sein, das beweisen Angebote wie das spezielle Männer-Verwöhnpaket „Ein Männerleben im Kloster“ in der „Franken-Therme“ Bad Windsheim: Dabei lässt man sich im Silvaner- oder Spätburgunderbad eine deftige Brotzeit und ein „Achterl“ fränkischen Rotwein schmecken (www.gesundheitspark-franken.de).
Hochgenuss für Feinschmecker
Dass Genuss und Wohlbefinden zusammen gehören, wissen die Franken natürlich schon lange. Deshalb verwöhnen die fränkischen Küchenchefs, Winzer und Braumeister ihre Gäste auch mit ganz besonderen Spezialitäten. Höhepunkte im Genießerjahr sind unter anderem die Spargelsaison im Frühjahr, die Süßkirschenernte in der Fränkischen Schweiz im Sommer, fangfrischer Karpfen im Herbst oder die Nürnberger Lebkuchen zur Weihnachtszeit. Andere Delikatessen wie Fränkische Bratwürste und „Schäufele“ haben eigentlich immer Saison. Zu kulinarischen Veranstaltungen, Restaurants, Gasthäusern und Spezialitäten führt „Franken – Land der Genüsse“ unter anderem mit einer hochwertigen Broschüre, einer eigenen Website und einer App (www.franken-geniesserland.de).
Der Genuss hört nicht auf dem Teller auf: Ein süffiges Bier oder ein feiner Frankenwein runden Brotzeit und Menü hervorragend ab. Franken, die Region mit der höchsten Brauereidichte weltweit, trägt zu Recht den Namen „Heimat der Biere“ (www.franken-bierland.de). Um den Wein, Winzer und Rebsorten, Vinotheken und Weinfeste dreht sich alles bei „Franken – Wein.Schöner.Land!“ (www.franken-weinland.de).
Franken – immer aktuell
Die Höhepunkte des Jahres 2012 präsentiert das aktuelle Urlaubsmagazin „Freu` dich auf Franken“ auf über 140 Seiten. Zusammen mit vielen weiteren Veröffentlichungen ist es ab Januar 2012 beim Tourismusverband Franken kostenlos erhältlich oder unter www.frankentourismus.de als Blätterkatalog verfügbar. Praktisch für mobile Weinliebhaber, Biergenießer, Feinschmecker, Wanderer und Radler sind die zahlreichen kostenlosen Apps für iPhones und Smartphones des Tourismusverbands Franken.





